2021 11 20 Brenn Stammholz IMG 20211120 120445Die jüngste Gemeinderatssitzung eröffnete erster Bürgermeister Thomas Heinrichs mit einer traurigen Nachricht. Der ehemalige Lehrer und Lülsfelds Ehrenbürger Hans Anger war verstorben. Anger begleitete viele Ehrenämter in der Gemeinde. Er leitete lange Zeit die Bücherei, trainierte die Korbball- und Gymnastikfrauen, war Gemeinderat und Mitbegründer des Kirchenchors und außerdem lange Zeit federführend am weit über die Ortsgrenze hinaus bekannten Faschingsumzug beteiligt.

Im ersten Tagesordnungspunkt blickten die Räte zurück auf die beiden Bürgerversammlungen. Anfragen die auf den Straßenverkehr zielten wurden inzwischen im Rahmen einer Verkehrsschau bearbeitet. Die Vorschläge wurden zusammen mit Behördenvertretern diskutiert. Heinrichs hofft zur nächsten Sitzung bereits erste Ergebnisse bekannt geben zu können.

Keine Einsprüche zu Anfragen von Nachbargemeinden

Zum Verteilerzentrum Norma lag dem Rat eine Anfrage aus Gerolzhofen zu Stellungnahme vor. Da keiner aus dem Gremium einen direkten Einfluss der Baumaßnahmen auf die Gemeinde herstellen konnte wurde festgelegt keine Einwände geltend zu machen. Ebenso wurde mit Anfragen aus Stadelschwarzach und Astheim verfahren.

Welche Voraussetzung für eine Förderung von privaten Maßnahmen zur Dorferneuerungen gegeben sein müssen führte Heinrichs anschließend aus. Erstens muss die Gemeinde eine öffentliche Baumaßnahme planen oder ausführen. In Lülsfeld sei das die Sanierung der Kirchstraße und in Schallfeld die Umgestaltung des ehemaligen Schulgeländes. Zweitens muss das sogenannte „Dorferneuerungsverfahren“ offiziell eröffnet sein. Auch dieser Punkt sei erfüllt. Drittens muss das betroffene Anwesen in einem festgesetzten Fördergebiet im jeweiligen Ortskern befinden. Gefördert würden Maßnahmen zur Gebäudesanierung und Energieeinsparung, aber auch die Umgestaltung von Vorbereichs- und Hofräumen seien förderfähig. Der Freistaat Bayern unterstützt entsprechende Maßnahmen mit unterschiedlichen Fördersätzen von 15% bis 30% zum Beispiel bei Höfen und bis zu 60% bei besonderen Projekten. Gemeinderat Ulrich Schemmel wollte vom Bürgermeister wissen, was Bürgerinnen oder Bürger tun könnten, die die letzte Voraussetzung nicht erfüllen könnten, da Ihr Grundstück nicht im Förderbereich läge. Zweite Bürgermeisterin Andrea Reppert wusste, dass Ausnahmen lediglich für Kleinstunternehmen gemacht würden.

In diesem Zusammenhang lag dem Gemeinderat auch ein Antrag auf Förderung vor. Eine Haussanierung in der Lülsfelder Hauptstraße soll mit einem noch festzulegenden Betrag gefördert werden, legten die Räte fest. Außerdem wurde der Rückbau einer Scheune in der Järkendorfer Straße zur Kenntnis genommen.

Abschließend informierte der Bürgermeister über den diesjährigen Holzeinschlag. Bis jetzt seien dabei rund 30 Ster Brennholz eingeschlagen. Aus Schallfeld gäbe es inzwischen Anfragen für 16 Ster und in Lülsfeld 6 Ster. Gemeinderat Martin Ament gab zu bedenken, dass die Energiepreise in jüngster Zeit angestiegen seien und dies bei der neuen Preisgestaltung berücksichtigt werden solle. Dieser Meinung folgend einigte man sich auf eine Erhöhung und legte den Preis für den Ster Brennholz auf 40 Euro fest. Nachbargemeinden lägen laut Heinrichs im Bereich von 38 bis 39 Euro.

Gemeinderat Arnold Bedenk zeigte zum Abschluss einige Fotos aus der Gemeinde von Stellen, an denen seiner Meinung nach, Bäume oder Sträucher gepflanzt werden könnten um die Ansicht zu verschönern. Entsprechende Baumpatenschaften seien inzwischen auch schon von Einwohnern angeboten worden.