Erstmals führten die Lülsfelder Gemeinderäte vor Beginn der Sitzung einen Corona-Selbsttest durch. Grund seien die steigenden Inzidenz-Zahlen begründete erster Bürgermeister Thomas Heinrichs diese Maßnahme. Wer keinen Test durchführen wolle, könne trotzdem teilnehmen, müsse aber durchgängig eine FFP2 Maske tragen, so Heinrichs. Dies galt auch für die anwesenden Zuhörer.

Gleich mehrere Bauanträge genehmigte der Lülsfelder Gemeinderat: Den Neubau eines Einfamilienwohnhauses mit Garage und Carport auf Flurnummer 472/8 und den Anbau eines Vordaches mit Seitenwand auf 472/4 in Lülsfeld. Außerdem den Anbau einer Überdachung an einer bestehenden Halle auf Flurnummer 213, der Errichtung eines Geräteschuppens auf 344/8 und der Errichtung eines Anbaues am bestehenden Wohnhaus auf der Flurnummer 39 in Schallfeld.

Darüber hinaus genehmigten die Räte einen Antrag einer Schallfelder Familie zur Bezuschussung eines Umbaus. Das Wohnhaus in der Gerolzhöfer Straße soll zu einem Mehrgenerationenhaus ausgebaut werden. Da es im Ortskern liegt und älter als 55 Jahre ist, kann es im Rahmen des Programms „Innenentwicklung“ gefördert werden. Ziel dieses Programms ist es die Eigentümer dazu zu bewegen in die Ortskerne zu investieren.

Einen neuen Bebauungsplan musste der Gemeinderat für das neu erworbene Gelände eines Lülsfelder Unternehmens besprechen. Dort befand sich bisher ein Wohnhaus. Dieses wurde vor kurzem abgerissen, die Fläche soll jetzt als Gewerbefläche genutzt werden. Das hat auch eine Änderung des Flächennutzungsplans zur Folge. Auch hier erfolgte die Zustimmung einstimmig. Ebenso auch bei der Neufassung der Verordnung über Reinigung der öffentlichen Straßen und Sicherung der Gehwege im Winter.

Den bisher gewährten Zuschuss an beide Sportvereine in Höhe von 1.200 Euro stockt die Gemeinde um einen „Corona-Bonus“ auf 2.000 Euro auf um die fehlenden Einnahmen anteilig auszugleichen. Außerdem wurden die Mehrkosten von rund 19.500 Euro für die Sanierung des Schallfelder Friedhofs genehmigt.

Schließlich schlug der Bürgermeister noch eine Erweiterung der Gemeindeseite vor. Ein eigener Menüpunkt „unser Engagement“ soll die Bürgerbeteiligung fördern. Dort sollen Projekte wie zum Beispiel das Lilienfeld in Lülsfeld oder die Dorfplatzgestaltung in Schallfeld vorgestellt und begleitet werden. Auch der Einsatz von QR-Codes vor Ort sei angedacht.

Dazu stellte dann auch der internetbeauftragte Gemeinderat Martin Ament das Programm „Bayern WLAN“ vor. Mit finanzieller Unterstützung durch den Freistaat sollen bayerische Gemeinden Internetzugangspunkte im öffentlichen Raum errichten.

Ohne Beschluss blieb die Diskussion ob der bereits letztes Jahr verschobene „Tag der offenen Gartentür“ am 27. Juni dieses Jahr stattfinden solle. Während einige Gemeinderäte der Meinung waren, dass eine solche Veranstaltung im Freien durchaus durchführbar wäre, warnten Andere. Es sei heute noch nicht absehbar, ob die Veranstaltung überhaupt stattfinden dürfe. Und selbst wenn, sei die Einhaltung eines sicher nötigen Hygienekonzepts ein nicht abschätzbarer Aufwand.

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Auf der Fläche zwischen Bahnlinie und Firmengelände stand bisher ein Wohnhaus. Da das Gelände zukünftig gewerblich genutzt werden soll, ist jetzt eine Änderung des Flächennutzungsplans nötig.