Lilien, Geschichte und Geschichten:

Für den Ort Lülsfeld haben Lilien eine besondere Bedeutung. Der Name Lülsfeld leitet sich von seinem historischen Namen: Lilyfelde – dem“ Lilienfeld“. Die ersten Siedler fanden am heutigen Standort ein sumpfiges Gelände mit vielen „Wasserlilien“ vor, die im Wappen des Dorfes verewigt wurden. Dabei handelt es sich nicht um echte Lilien. Hierbei handelt es sich um eine Irisart, die Sumpfschwertlilie (Iris pseudacorus), die zu den Liliengewächsen gehört.

(Foto: Wappen und Sumpfschwertlilie)

Aus einer Idee einiger Bürger ist der Wunsch erwachsen, die Historie Lülsfeld lebendig werden zu lassen. Im Lilienfeld sind viele verschiedene Lilienarten gepflanzt. Darunter sind die echten Lilien (Lilium ssp.), Schwertlilien oder Iris (Iris barbata), Taglilien (Hemerocallis) und Leopardenlilien (Bellamcanda). Von Mai bis September streckt sich die Blütezeit am Lilienfeld mit den unterschiedlichsten Blütenstauden.

Beschreibung zu unseren Liliengewächsen:

 https://nextcloud.ament-it.de/index.php/s/CetBiYbgrQmwoP2

Pressemitteilungen:

https://nextcloud.ament-it.de/index.php/s/BiGY99P95qgXfFm

https://land-belebt.bayern/neuigkeiten/kommunen-wappnen-sich-gegen-hochwasser-und-trockenheit

Videomaterial:

https://www.br.de/br-fernsehen/sendungen/querbeet/querbeet-liliendorf-luelsfeld-100.html

 

Lülsfeld, hier leben wir gerne

In kurzen Episoden stellen Lülsfelder und Schallfelder Bürger ihre kleine Gemeinde vor:

https://nextcloud.ament-it.de/index.php/s/ZBMjtaf2mijLBaC

 

1100 Jahrfeier

Dies ist ein Video der 1100 Jahrfeier unseres Ortes

https://nextcloud.ament-it.de/index.php/s/SBYBP3YgNnwi6Fe

Dies sind Bilder der 1100 Jahrfeier unseres Ortes

https://www.luelsfeld.de/index.php/aktuelles/aktuelle-news/5147-bilder-der-1100-jahrfeier

 

Unser Engagement

https://www.luelsfeld.de/index.php/unser-engagement

 

Ortsprägende Gebäude

ÜZ Mainfranken

08/2022

Die ÜZ Mainfranken mit 90 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern versorgt mehr als 125.000 Menschen in den Landkreisen Schweinfurt, Haßberge, Kitzingen, Würzburg, Main-Spessart und Bamberg auf einer Fläche von rund 1000 Quadratkilometern. Sie ist damit die größte Energieversorgungsgenossenschaft in ganz Bayern und Lülsfelds größter Arbeitgeber in der Gemeinde.

1910 erklärten 379 Mitglieder und damals 23 Gemeinden ihren Beitritt zu einer Genossenschaft. Ein Grundstück in Lülsfeld direkt an der Bahnlinie Kitzingen-Gerolzhofen-Schweinfurt wurde erworben. Dadurch war es möglich, das für die Stromerzeugung benötigte Öl direkt vom Tankwagen auf der Schiene in den Ölkessel zu pumpen. Die eigene Stromerzeugung auf dieser Art wurde 1926 eingestellt.

 

Klosteranlage "Maria Schnee"

1880 Der Erbauer des Klosters war der erste Pfarrer Augustin Bandorf in Lülsfeld. Der Wunsch war die Errichtung eines Spitals. Das nötige Geld wurde ihm durch die Darlehenskasse Eichfeld gegen Bürgschaften von Lülsfelder Bauern vorgestreckt. 1885 stand der Rohbau, aber die Finanzierung wackelte. Die Kongregation der Töchter des Erlösers in Würzburg kauften den Rohbau zur Errichtung einer Haushaltungs- und Arbeitsschule für die weibliche Landjugend und eines Altenheimes für hilfsbedürftige Frauen. 1930 wurde der Südflügel angebaut. Die Kongregation der "Schwestern des Erlösers" mit Sitz in Würzburg mussten das Kloster nach 129 Jahren auflösen. Es ist aber weiterhin ein imposantes, beeindruckendes und ortsprägendes Gebäude für unsere Gemeinde. Die Klosteranlage befindet heute im Privatbesitz einer Wohngemeinschaft.

Kirche „Allerheiligen“ in Lülsfeld

Der Kern des Kirchturmes der Pfarrkirche Allerheiligen in Lülsfeld stammt aus dem 14. Jahrhundert. Fürstbischof Julius Echter ließ den Kirchturm 1611 erhöhen sowie Renovierungsmaßnahmen an der Kirche vornehmen. Der Beleg für Echters Mitwirken ergibt sich aus einer Echterinschrift von 1614 mitsamt Echterwappen über dem Eingang zum Kirchturm, die Turmuhr und den Glockenstuhl beherbergt, und mit einem achtseitigen, schiefergedeckten Knickhelm bedeckt. In den Jahren 1690 und 1733 wurde die Kirche weiter ausgebaut, dass Langhaus gebaut, das außen mit einem Satteldach bedeckt und innen mit einer Flachdecke überspannt ist. Zwischen dem Langhaus und dem Julius-Echter-Turm wurde ein neuer Chor eingefügt.

Kirche „Heiligen Ägidius“ in Schallfeld

Säulenreste aus der romanischen Bauperiode in den Schalllöchern des Turmes lassen die Vermutung zu, dass der Turm dem 10. bis 13. Jahrhundert zuzuordnen ist. Über dem Portal am Seiteneingang befindet sich das Wappen des Bischofs (1699-1719). Unter Fürstbischof Johann Philipp von Greifenklau erfolgte 1715 der jetzige Kirchenbau, zu dieser Zeit wurde auch der mittelalterliche, romanische Turm um ein Stockwerk höher aufgeführt und mit einer für Mainfranken typischen „Echter-Haube“ versehen. Am 22. August 1726 wurde die Kirche konsekriert, heiligen Ägidius geweihte Pfarrkirche.

Kirchenburg in Schallfeld

die bereits im 10. Jahrhundert bestanden hat, angrenzend an der bestehenden Kirche, mit Festungsmauern und Schießscharten

 

Mühlen in Schallfeld und Lülsfeld

812 bestimmte der Kaiser, dass jeder Königshof unter seinen Handwerkern auch einen Müller haben musste. Als Gemeindemühlen wurden diese von ihren damaligen Grundherren aufgebaut, damit der Eigenbedarf und zur Abgabe an des königlichen Hofes herzustellen war. Mühlen waren im Hochmittelalter wichtige Produktionsstätten, wo Korn, Holz, Tuch oder Öl ausgepresst wurde. Wassermühlen waren die größten und teuersten Maschinen. Daher waren ihre Besitzer weltliche oder geistige Grundherren. 

Aumühle in Schallfeld

1574 wurde die an der Schwarzach zwischen Schallfeld und Brünnau gelegene Aumühle errichtet. Im Dreißigjährigen Krieg wurde die Mühle zerstört und erst 1652 wieder aufgebaut. 1784 wurde die Mühle für 2000 Gulden verkauft und befindet sich seitdem in Privatbesitz. Der Betrieb der Mühle wurde bereits eingestellt.

Lülsbachmühle in Lülsfeld

Die Lülsbachmühle wurde 1356 von dem damaligen Grundherren aufgebaut und nach mehr als 500 Jahre wurde der Betrieb 1950 eingestellt. Nach einem Verkauf befindet sich die Mühle in Privatbesitz.