2019 05 04 Sirene Luelsfeld

Kämmerer Rene Borchardt erläuterte dem Lülsfelder Gemeinderat den Vorbericht zum Haushalt 2020. Er wusste zu berichten, dass zum 30.06.2018 insgesamt 814 Einwohner in den beiden Ortsteilen lebten. Die Hebesätze der Gemeinde Lülsfeld stellten sich zum 31.12.2017 wie folgt dar: Grundsteuer A: 350 % 389,0 %; Grundsteuer B: 310 % 357,6 %; Gewerbesteuer: 350 % 315,2 % ; Hundesteuer: 25 Euro je Hund

Die Jahresrechnung 2019 sei noch nicht fertiggestellt, aus den vorliegenden Unterlagen sei aber ersichtlich, dass der Haushalt 2019 im Großen und Ganzen der Planung entsprach. Überplanmäßige Ausgaben entstanden im Verwaltungshaushalt insbesondere für den Büchereibedarf, den Unterhalt der Bauhoffahrzeuge, der Wirtschaftswege und der Wasserversorgungsanlagen. Es waren diverse überplanmäßige Ausgaben im Vermögenshaushalt entstanden, insbesondere für die Erschließung des Neubaugebietes in Lülsfeld. Die Gemeinde Lülsfeld hatte zum Stichtag 31.12.2019 Schulden in Höhe von 171.596,26 Euro, eine Reduzierung zum Vorjahr mit 194.257,78 Euro.

Für den Haushaltsplan 2020 sehe die Planung rund 3,03 Millionen Euro vor, die sich aufteilten auf 1,45 Millionen für den Verwaltungshaushalt und 1.58 Millionen für den Vermögenshaushalt.

Größter Posten im Verwaltungshaushalt sie auf der Einnahmenseite die Einkommensteuer mit 453.200 Euro und bei den Ausgaben die Zuführung an den Vermögenshaushalt in Höhe von 325.000 Euro. Dieser Betrag sei gleichzeitig der zweitgrößte Posten im Vermögenshaushalt bei den Zuführungen neben Entnahmen aus der Allgemeinen Rücklage mit 465.000 Euro

Als größte Investitionen seien die Glasfaseranbindung des Rathauses in Lülsfeld (50.000 Euro), die Erweiterung des Feuerwehrhaus in Schallfeld (40.000 Euro) die Erneuerung des Platzes um das Kriegerdenkmal in Lülsfeld (80.000 Euro), Grunderwerb in Schallfeld (330.000 Euro), die Sanierung der Gehsteige in der Lülsfelder Kirchstraße (200.000 Euro) und in Schallfeld (30.000 Euro), die Errichtung des Dorfplatzes in Schallfeld (100.000 Euro) und schließlich die Umrüstung der Straßenbeleuchtung auf LED (67.100 Euro)

Borchardt schloss seinen Bericht mit der geplanten Pro-Kopf-Verschuldung von 182,55 Euro zum 31.12.2020 ab. Ein guter Wert im Vergleich zum Landesdurchschnitt vergleichbarer Gemeinden von derzeit 525,00 Euro.

Im weiteren Verlauf der Sitzung beschloss der Gemeinderat für den Kauf eines neuen Schlauchanhängers einen Betrag von 7.000 Euro in den Haushalt einzustellen. In diesem Zusammenhang erklärte sich der Lülsfelder Feuerwehrverein bereit die Einbauarbeiten in Eigenleistung zu tätigen.

Zu geplanten Tag der offenen Lülsfelder Gartentüren in diesem Jahr beschlossen die Räte im Seeweg im Bereich des Häckselplatzes ein Lilienfeld anpflanzen zu lassen. Die Lilie stand Pate beim Namen und ziert deshalb auch das Wappen der Gemeinde. Erste Gespräche gab es bereits mit dem Erlanger Lilienexperten Stefan Strasser. Für die Einteilung und Gestaltung der Fläche konnte Lülsfelds Landschaftsgärtner Klaus Scheder gewonnen werden.

Neue Sirenen für rund 30.000 Euro sollen in Lülsfeld am Eichfelder Seelein und in Schallfeld am Wasserbunker und in der Frankenwinheimer Straße aufgestellt werden. Dafür soll die Sirene am ehemaligen Lehrerwohnhaus abgebaut werden.

Eine Probebeschallung um die Hörbarkeit zu testen soll im Februar stattfinden.

Abschließend gab Bürgermeister Wolfgang Anger noch die Ergebnisse des Holzverkaufs bekannt. Das Wertholz konnte für 6.558,29 Euro, das Brennholz für 2.056,00 Euro verkauft werden.