SCHALLFELD
Dritter Schwelbrand im Gasthaus Melchior: Diesmal war es jedoch ganz eng

Unheimliche und unerklärliche Serie: Zum dritten Mal innerhalb von nicht einmal drei Jahren kam es im Gasthaus Melchior in Schallfeld zu einem Schwelbrand. Auch diesmal ging alles relativ glimpflich ab, doch diesmal konnte die Brandkatastrophe gerade noch in letzter Sekunde verhindert werden.
Es berichtet Norbert Vollmann von der Mainpost:

„Völlig mysteriös“ – Selbst die Polizei findet langsam keine Worte und keine Erklärung mehr für das, was seit geraumer Zeit im Gasthaus Melchior in Schallfeld passiert. Der Schwelbrand am späten Donnerstagnachmittag war inzwischen bereits der dritte innerhalb von nicht einmal drei Jahren.
Auch in diesem Fall ging alles dank Rauchmelder und dem schnellen Eingreifen der Feuerwehren noch einmal glimpflich ab. Doch diesmal war es so eng wie nie zuvor. Kreisbrandrat Georg Vollmuth (Frankenwinheim): „Wir haben die Situation gerade noch günstig erwischt. Es war kurz vor dem Überschlag.“
So blieb es zum dritten Mal bei Ruß- und verhältnismäßig geringen Sachschäden an der Einrichtung. Wobei diesmal im ersten Stock nicht das so genannte Wäschezimmer, sondern der Vorraum des alten Saales in Mitleidenschaft gezogen wurde.
Die Gastwirtsfamilie war zum Zeitpunkt, als das Feuer ausbrach, außer Haus. Glücklicherweise hatte eine Nachbarin gehört, wie die erst kürzlich im Haus installierte Rauchmelderanlage, die die einzelnen Rauchmelder abgelöst hatte, Alarm ausgelöst hatte. Die Frau hatte daraufhin umgehend einen im Ort wohnenden Verwandten informiert.
Während in den beiden ersten Fällen das zur Schlossgasse hin gelegene Zimmer im ersten Stock betroffen war und jedes Mal Kleider- und Wäschestücke brannten, so verkohlten und verschmorten diesmal ein Sofa, ein Tisch und auch wieder Textitlien im ebenfalls im ersten Stock gelegenen früheren Vorsaal.

Als die mit schwerem Atemschutz vorgerückten Feuerwehrleute schließlich die Fenster zur Frankenwinheimer Straße öffneten, schossen erst einmal gewaltige schwarze Qualmwolken in den Abendhimmel.
Im Einsatz waren unter der Leitung von Kreisbrandrat Georg Vollmuth, Kreisbrandinspektor Gottfried Schemm und dem aus Schallfeld stammenden Kreisbrandmeister Jens Michel neben der örtlichen Feuerwehr aus Schallfeld die Feuerwehren aus Gerolzhofen, Frankenwinheim und Lüsfeld. Auch Bürgermeister Wolfgang Anger machte sich vor Ort ein Bild von dem Geschehen.

Zuletzt hatten in den frühen Morgenstunden des Montags, 14. November 2011, im Gasthaus Melchior ein Rauchmelder und das schnelle Eingreifen der alarmierten Feuerwehren ein deutlich größeres Schadensausmaß verhindert. Kurz nach 6.30 Uhr hatten am Kirchweihmontag 2011 die Sirenen geheult. Kurz zuvor hatte der Sohn der Gastwirtsfamilie den Signalton des Rauchmelders bemerkt und daraufhin sofort die Eltern geweckt. Die Rauchentwicklung in dem betroffenen Zimmer war zu diesem Zeitpunkt schon stark fortgeschritten.
Der Kleinbrand hatte sich inmitten der Herbstkirchweih ereignet. Diese war 2011 in Verbindung mit dem Jubiläum „100 Jahre Gasthaus Melchior“ gefeiert worden. Die Kirchweih konnte nach dem morgendlichen Schrecken und der damit verbundenen Aufregung dann doch noch, wie geplant, in der Gastwirtschaft ausklingen.
Bereits am 11. Mai 2009 war dort an gleicher Stelle wie im November 2011 im ersten Stock des Gasthauses in der Frankenwinheimer Straße ein Schwelbrand glimpflich verlaufen.

So war es dank der Rauchmelderanlage und dem raschen Eingreifen der Feuerwehren auch jetzt, zum bereits dritten Mal der Fall, allerdings mit dem Unterschied, dass man diesmal nur haarscharf an der Brandkatastrophe vorbei schrammte.
Wie gesagt, auch für die Polizei ist die langsam unheimlich werdende Brandserie unerklärlich.
Quelle: Mainpost
LR

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