LÜLSFELD (ra) Revierförster Gerald Eser berichtete in der Gemeinderatssitzung über die derzeitige und künftige Forstbetriebsplanung. Wie er informierte, wurden in Schallfeld die Rückegassen weitergeführt und in Lülsfeld die schadhaften Eichen am Sportplatz reduziert. Bei einer Submission wurden 2269 Euro für 16 Festmeter Stammholz erzielt. Zudem wurden in Schallfeld 80 Ster Brennholz als Polterholz und in Lülsfeld 21 Ster verkauft, gab Eser weiter Auskunft. Der Revierförster schlug vor, in Schallfeld die Rückegassen weiterzuführen sowie schadhafte Eichen zu fällen. In Lülsfeld sollten weitere Eichen, die ebenfalls in schlechtem Zustand sind, geschlagen werden. Zudem bemängelte Eser den hohen Efeuanteil in Teilen des Lülsfelder Waldes. Für Schallfeld empfahl er eine Eichenverjüngung auf zwei Hektar, weil es dieses Jahr viele Eicheln gäbe, die eine erfolgreiche Nachzucht garantierten. Dabei verwies er auf eine notwendige Zäunung.

In Bezug auf vorherige Neuanpflanzungen meinte Eser, die Birken seien gut gewachsen, die Aspen sollten etwas zurückgenommen werden und die Fichten würden schlecht vorankommen. Dagegen seien in der gezäunten ehemaligen Deponie in Schallfeld die Fichten als künftige Christbäume gut gewachsen.

Positiv sieht Eser den hohen Anteil an Kirschen im Schallfelder Wald. Damit diese Stämme künftig zu einem teueren Preis verkauft werden können, schlug er vor, deren Seitenäste mit einer Teleskopsäge zu entfernen. „Der Wald hat mehr Zuwachs als im Moment genutzt wird“, schloss er seine Ausführungen.
Ortstermin

Der Gemeinderat beschloss, keine externen, sondern nur ortsansässige Bieter bei der Versteigerung zu zulassen, die Erweiterung der Rückegassen um ein Jahr zu verschieben und die oben genannten zwei Hektar einzuzäunen. Zudem legte das Gremium den 28. Oktober, 14 Uhr, als Ortstermin zur Waldbegehung mit dem Revierförster fest.

In einem weiteren Tagesordnungspunkt stellte Bürgermeister Wolfgang Anger den Regionalplan für Windkraftanlagen vor. Er meinte, Interessenten gäbe es für den Bereich Brünnstadt-Zeilitzheim, weil dort ein Umspannwerk in der Nähe sei. Auf Lülsfelder Gebiet seien nur Standplätze zwischen Schallfeld und Frankenwinheim rechts und links der Bahnschiene eingezeichnet. Ratsmitglied Alfons Vollmuth schlug die Erhardshöhe in der Gemarkung Schallfeld vor, die etwas höher liegt. Das Ratsgremium erklärte sich damit einverstanden, den Beschlussvorschlag von der Verwaltungsgemeinschaft ausarbeiten zu lassen und der Bürgermeister versprach, das Gebiet Erhardshöhe beim Regionalverband zu hinterfragen.

Quelle: Mainpost

Inhalt übernommen von der ehemaligen Homepage