LÜLSFELD (tg) In seiner jüngsten Sitzung beschloss der Gemeinderat die Erstellung eines Oberflächenkanals in der Gerolzhöfer Straße in Schallfeld. Bei einer Baueinweisung wurde zuvor die Ableitung des Oberflächenwassers vom Schallfelder Wald her kommend erörtert.
Beim Ortstermin waren 1. Bürgermeister Wolfgang Anger, Herr Schüssler von der Fa. Schüssler (Aidhausen), ein Vertreter der Fa. Newo-Bau, Herr Gehr vom Landratsamt Schweinfurt, Herr Müller vom Kreisbauhof sowie Herr Uhl, Planungsschmiede Braun (Gerolzhofen) anwesend. Thema war der mit Wasser vollgelaufene Hof eines Einwohners in der betroffenen Straße.
Da damit zu rechnen sei, dass immer mehr Wasser bei sehr starken Wolkenbrüchen und Unwettern eindringt, soll dieser Missstand im Zuge der Wasserleitungssanierung beseitigt werden. Dazu ist auf einer Teilstrecke von zirka 80 Metern ein 1.000 mm Rohr zu verlegen, beginnend am Graben, Ortseingang von Schallfeld (aus Richtung Gerolzhofen), bis zum Bachbett an der Abzweigung, Richtung Frankenwinheim.
Wolfgang Anger verlas dazu ein Schreiben des Landratsamt Schweinfurt, nachdem die Gemeinde
für das schadhafte Ableiten von Oberflächenwasser zuständig, der Landkreis für die Ableitung des Wassers von der Kreisstraße.
Das vorliegende Angebot der Fa. Schüssler (Aidhausen) wurde bereits geprüft und beläuft sich auf insgesamt 67.666.38 Euro. Eine Kostenersparnis von zirka 8.000 Euro ergibt sich durch den bereits offenen Graben im Zuge der Wasserleitungsmaßnahme in der Schallfelder Straße.
Laut Kämmerer René Borchardt ist die Maßnahme im Haushalt abdeckbar. Bei den Kosten handelt es sich um eine Unterhaltsmaßnahme im Zuge der Oberflächenentwässerung durch die Weidach.
Das Gremium erteilte folgend der Fa. Schüssler Tiefbau GmbH & Co. KG mit 7:0-Stimmen den Auftrag für die Oberflächenentwässerung in der Gerolzhöfer Straße in Schallfeld gemäß dem vorliegenden Angebot.
In Sachen DSL-Ausbau in beiden Ortsteilen hatte 1. Bürgermeister Anger den Antrag auf Gewährung einer Zuwendung für Investitionsmaßnahmen zur Breitbanderschließung bei der Regierung von Unterfranken eingereicht. Zudem wurde die dafür erforderliche Rücknahme des ersten Förderantrags durch die Regierung von Unterfranken bestätigt.
Im Zuge der geplanten Maßnahmen hält Breitbandbeauftragter Martin Ament eine zeitnahe Bürgerversammlung für sinnvoll, um den Einwohnern die Vorgehensweise zu erläutern.
Mit 7:0-Stimmen ermächtigte der Gemeinderat den 1. Bürgermeister, gemäß der im Rahmen des Markterkundungs- und Auswahlverfahren vorliegenden Angebote den Förderantrag für die Breitbandversorgung der Gemeinde Lülsfeld mit den Ortsteilen Lülsfeld und Schallfeld an die Regierung von Unterfranken, Abteilung Wirtschaftsförderung, zu stellen.
Mit 7:0-Stimmen wurde der 1. Bürgermeister zudem bemächtigt, nach Vorlage des Förderbescheides und der Festlegung des wirtschaftlichsten Anbieters den Auftrag für die Breitbandversorgung zu erteilen.
In Schallfeld wurde die Emporenaußentreppe der Kirche vollständig erneuert. Die Kosten dafür beliefen sich auf 18.174.17. Dafür beantragte die Katholische Kirchenstiftung eine finanzielle Unterstützung seitens der Gemeinde.
Das Gremium zog für seine Entscheidung bereits getätigte Beschlüsse hinzu, bei denen Fördergelder zwischen 25% und 35% gewährt wurden. Daher beschloss der Gemeinderat, der Katholischen Kirchenstiftung Schallfeld – ohne Anerkennung einer Rechtspflicht für zukünftig ähnlich gelagerte Fälle – einen Zuschuss von 25% der Gesamtkosten, was einem Betrag von 4.543,54 Euro entspricht.
In der Sitzung stellte Kämmerer René Borchardt auch die Jahresrechnung für 2010 vor. Die Prüfung durch den Rechnungsprüfungsausschuss soll zeitnah erfolgen, jedoch bis spätestens 31. Dezember diesen Jahres.

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