LÜLSFELD (ra) Nach einigen Jahrzehnten Pause wurde in Lülsfeld die Kirchweih erstmals wieder ausgegraben und die Kirchweihburschen zu den Klängen der Musikkapelle Lülsfeld unter der Leitung von Bernhard Scheder zum Gemeinschaftshaus begleitet.

In den Festzug zur Ortsmitte hatten sich neben den Kirchweihburschen Bürgermeister Wolfgang Anger, Ehrenbürger und Altbürgermeister Ernst Scheder sowie die Vorstandsmitglieder des Sportvereins Germania (SVG) und weitere Ortsbürger und Bürgerinnen eingereiht. Am ehemaligen Waaghäuschen kam die Kirchweih in Form eines Fässchens Bier zu Tage. Die Festzugteilnehmer marschierten zurück zum Gemeinschaftshaus, wo Kirchweihprediger Oliver Hermann einige wahre Begebenheiten aus dem Ortsgeschehen zum Besten gab. Er wusste von den nächtlichen Dorfsängern, die im Ortskern einige und in der Siedlung fast alle Bürger nachts um vier aufgeweckt hatten. Zudem hatte er in Erinnerung, dass bei der Neugestaltung des Spielplatzes einer der jungen Väter, die mithalfen, die Betonmischmaschine umgeworfen hatte und dann versuchte, diese, während sie lief, wieder aufzustellen. Weiter gab er bekannt, dass die beiden SVG-Vorsitzenden nachts zu später Stunde Sitzungen und Besprechungen zum Wohl des Vereins tätigen würden. Von den Münchner Oktoberfestfahrern hatte einer 2010 die Karten und die Papiere und das Geld liegen lassen und damit für Turbulenzen gesorgt, gab der Kirchweihprediger noch zum Besten.

Anschließend sorgte die Nachwuchsband „Seven birds“ für gute Stimmung im Gemeinschaftshaus und bewies eindrucksvoll, dass alle Musiker ihre Instrumente beherrschen.

Am Montag, nach drei Tagen Betrieb, wurde die Kirchweih wieder für ein Jahr eingegraben.

Quelle: Mainpost


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