LÜLSFELD (tg) Die Vergabe der Wasserleitungserneuerung und Erdarbeiten für die Netzinfrastruktur im Bereich der Gerolzhöfer und Frankenwinheimer Straße in Schallfeld waren ein Punkt der jüngsten Gemeinderatssitzung. Dazu konnte 1. Bürgermeister Wolfgang Anger vom beauftragen Ingenieurbüro Dieter Uhl begrüßen.
Dieser erläuterte, dass insgesamt zwölf Firmen für das Projekt angeschrieben wurden, von denen neun ein Angebot abgaben. Erfreulich stellte Uhl fest, dass das günstigste Angebot zirka 20 Prozent unter der Kostenschätzung lag. Den Zuschlag erhielt letztlich mit 5:0-Stimmen (vier Gemeinderäte fehlten entschuldigt) die Firma Schüssler Bau GmbH aus Aidhausen zu einem Preis von 210.349,52 Euro.
Anger erklärte, dass die Arbeiten Ende August zunächst in der Gerolzhöfer Straße beginnen sollen und voraussichtlich zehn Wochen andauern. Im Zuge der Maßnahmen werden auch gleich die Leerrohre für den geplanten Ausbau der Breitbandversorgung mitverlegt.
Frank Reppert wollte wissen, ob in dieser Zeit der Verkehr mit einer Ampel geregelt wird, da die Straße halbseitig nicht benutzt werden kann. Uhl meinte dazu, dass eine Ampel angedacht ist. Sollte es der Verkehr aber erlauben, könne gegebenenfalls auch darauf verzichtet werden. Des Weiteren klärte Uhl auf, dass die betroffenen Anwohner rechtzeitig per mündlicher Mitteilung oder Wurfsendung informiert werden, wenn es zu Wasserabstellungen kommt.
Zum Gespräch kam auch der neu erstellte Regionalplan über die definierten Flächen zum Bau von Windkraftanlagen. Waren auf dem alten Plan auf Gemeindegebiet bislang nur Vorhaltsgebiete eingezeichnet, gibt es auf dem neuen Plan vom 25. Juli 2011 nun ein Vorranggebiet.
Anger erläuterte, dass dies die Gemarkung Schallfeld nur am Rande der Grenze zur Gemarkung Frankenwinheim betreffe, da dort der Großteil der Fläche angedacht ist. Anger führte weiter aus, dass die Gemeinde zu diesem Thema eine Stellungnahme abgeben müsse. Sollte die Gemeinde mit der ausgewiesenen Fläche nicht einverstanden sein, müsse sie ein anderes Gebiet ausweisen. Martin Ament fragte nach, ob die Gewerbesteuer für etwaige Anlagen bei der Gemeinde bleiben. Anger meinte jedoch dass aufgrund der Finanzierung solcher Anlagen keine großen Gewerbesteuereinnahmen zu erwarten sind. Der Bürgermeister will nun zunächst weitere Informationen zu diesem Thema einholen und in der nächsten Sitzung erneut auf die Tagesordnung setzen.
Mit 5:0-Stimmen einigte sich das Gremium auf die Beschaffung eines neuen Aufsitzmähers für den Bauhof. „Der letzte Mäher wurde 1998 gekauft. Dessen Innenleben ist mittlerweile verbraucht“, erläuterte Anger die Notwendigkeit einer Neuanschaffung.
Für den gemeindlichen Kindergarten schaffte der Elisabethenverein Lülsfeld e.V. ein Klettergrüst und eine Schaukel zum Preis von rund 2262 Euro sowie einen PC zum Preis von 507 Euro an. Diesbezüglich stellte der Verein einen Antrag an die Gemeinde auf eine Kostenbeteiligung. Bürgermeister Anger schlug eine Beteiligung von einem Drittel vor, Ratsmitglied Thomas Heinrichs sprach sich für ein Viertel aus. Letztlich stimmte das Gremium nach Beratung mit 4:1 für eine Kostenbeteiligung von einem Drittel.

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