LÜLSFELD (ra) Bei frühlingshaften Temperaturen, bei blauem Himmel und Sonnenschein zelebrierten die Lülsfelder ihren 44. Faschingsumzug unter dem Motto „Die Werbewelt trifft sich in Lülsfeld.“

Etwa 2500 Zuschauer sorgten für eine gute Kulisse im südlichsten Landkreisort und erwiderten die Helaurufe der Akteure von den 26 Zugnummern. Angeführt wurde der Gaudiwurm von den Nutella-Kindern. Dahinter verteilte der Bausparfuchs Prospekte für Schwäbisch Hall. Anmutige bunte Torten von Coppenrath & Wiese fegten als Fußgruppe über die Strasse. Frische Fische von Captain Iglo kamen aus Sommerach. Für die Gesundheit war eine Fußgruppe als Eisbären mit Wick-Blau unterwegs.

Ein Wagen präsentierte Strom aus Afrika für die 42 Gemeinden aus dem Versorgungsgebiet des Überlandwerks Lülsfeld unter dem Slogan: „Zufriedene Kunden durch zuverlässige Stromer.“ Überraschungseier gab es auch. Die bunten Figuren auf dem Wagen meinten: „Bärchen, Schlumpf und Pinguin, überall steckt ein Järchomer drin.“

Aus der Oberschwarzacher „Alten Scheune“ war ein Wagen zu Gast mit Werbung für den Weinort und dem Spruch „Sind die Kirchenkassen knapp, geben wir ein Schloss ab.“ Ebenfalls mit Weinwerbung kam eine Fußgruppe aus Frankenwinheim. Die Frankenwinheimer Gymnastikdamen hatten „Nimm 2“ als Thema, aber es waren viel mehr. Für Chiemgauer Trachten warb das Männerballett aus Frankenwinheim. „Schrei vor Glück, oder bring's zurück“, stand auf dem Zalando-Wagen mit total sozialen Grüßen aus Frankenwinheim.

In Bezug auf ihren Bau meinten die Jungs auf dem Nachwuchs-Wagen: „Wir sind die Milka-Kühe und hatten sehr viel Mühe, wir sind aber stark und fein, uns bringt keiner klein.“ Nicht viel zu sagen hatten die süßen Mainzelmännchen. Sie beschränkten sich auf: „Guten Abend !!!“ Mit einer großen Kinderschar kam der Intersport-Wagen zu dem Ergebnis: „Auch Boxer mit den strammen Waden, sind bei uns sehr gut beraten.“

„Was ist am Salat so schön, doch nicht das Grün, sondern das Östrogen“, stand auf dem Futtermittelwagen, wo der Ochse zum Knilch wurde und Milch gab. Die komplette Monsterschar trank in Alice Coopers Bar und warb für Saturn-Artikel.

„Nur Maggi, Maggi sagt die Tante, die alle Tütensuppen kannte“, denn auf dem Frauenbund-Wagen wusste jede Dame: „Mit Maggi schmeckt es erste Sahne.“

Alkohol ist zwar keine Lösung, doch die Mädels und Jungs auf dem Jägermeister-Wagen empfahlen: „Willst du später laufen schräger, musst du saufen wie ein Jäger.“ Im Gegensatz dazu und für den Ausgleich warb ein Wagen aus Mönchstockheim für Coca Cola. An dem Alleskleber der Schallfelder Britschen-Fußgruppe blieb mancher Zuschauer hängen.

Auf einem festlichen Wagen gab sich auch das Schallfelder Prinzenpaar in Lülsfeld die Ehre. Der Lülsfelder Motorradclub warb mit neun Maschinen für sich selbst und dabei speziell um neue Mitglieder.

Nachdem man Mohrenköpfe oder Negerküsse nicht mehr sagen darf, bot eine Fußgruppe schaumartige Artikel mit einem feinen Schokoladenüberzug an. Ein kleines Brötchen und ein noch kleineres Würstchen war das Beiwerk zu einer großen Senf-Fußgruppen-Werbung. Die Lülsfelder Musikkapelle, verstärkt mit den Schallfelder Musikern unter der Leitung von Bernhard Scheder, durfte einen Firmennamen nicht verwenden und lief deshalb mit dem Namen „Unterberg“ auf.

In der Ortsmitte sorgte Matthias Kram mit Werbung für Musikanlagen Böhnlein für zünftige Musik und stellte dabei die einzelnen Gruppen vor. Auf der gegenüberliegenden Seite stand als 28. Zugattraktion der Getränke und Essenswagen mit Kauzen-Bier-Werbung.

Die Verantwortlichen Anja Bördlein und Reinhold Anger äußerten sich begeistert über die zahlreichen Teilnehmer und die noch zahlreicheren Zuschauer und dankten besonders Joachim Bördlein für seinen großen Einsatz beim Auf-, Abbau und bei der Organisation.

Fotos: Timo Grembler

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