LÜLSFELD (tg) Der Beschluss zur Trassenführung des Radwegs zwischen Schallfeld und Brünnau stand u.a. bei der letzten Gemeinderatssitzung diesen Jahres auf der Tagesordnung. Nach reichlicher Überlegung beschloss das Gremium einstimmig, diesen beim Anwesen Dorsch am Ortsausgang Richtung Brünnau beginnen zu lassen.
Der weitere Verlauf soll zirka 700 Meter entlang der Kreisstraße bis zur Unterführung der Schnellstraße B286 führen und dann parallel zur B286 weitere 500 Meter auf dem bereits vorhandenen Betonweg. Die Überlegung, den Radweg im Ausläufer des Mühlwegs beginnen zu lassen, verwarfen die Ratsmitglieder, da dieser bereits stark von landwirtschaftlichen Fahrzeugen genutzt wird.
Ebenfalls ohne Gegenstimme wurde vom Gremium der Beitritt der Gemeinde zum Verein Leader-Aktionsgruppe Schweinfurt Land beschlossen. „Die Mitgliedschaft ist unentgeltlich. Es wäre gut, in einem solchen Verein Mitglied zu sein, weil sich die Gemeinde sonst eventuelle Zuschüsse aus den dortigen Töpfen entgehen lässt“, erklärte der 1. Bürgermeister Wolfgang Anger vorab.
Da in Teilbereichen der Heizungsanlage in der Schule Schallfeld ein massiver Wasserverlust aufgetreten ist, beschloss das Gremium, das Rohrnetz teilweise zu erneuern. Damit soll sichergestellt werden, dass jeder einzelne Heizkörper wieder vom Wärmekreislauf angesteuert werden kann. Die Materialkosten dafür belaufen sich laut Anger auf zirka 2.500 Euro. Die Maßnahme selbst kann durch einen Mitarbeiter des Bauhofs durchgeführt werden. Aus diesem Grund ist die Turnhalle in der Schule voraussichtlich Mitte Januar gesperrt. Die Vereine und Gruppe, die die Halle nutzen, werden rechtzeitig über die Wiedereröffnung informiert.
Des Weiteren schloss die Gemeinde mit der Stadt Gerolzhofen eine Vereinbarung über den Neubau des Geh- und Radwegs von Gerolzhofen nach Schallfeld. Diese Vereinbarung sieht vor, dass die Stadt Gerolzhofen federführend für den Ausbau verantwortlich ist, da beide Kommunen nicht getrennt voneinander Beschlüsse diesbezüglich fassen können. Die anfallenden Kosten für den Ausbau werden anteilig getragen.
Das Gemeindeoberhaupt wies ferner darauf hin, dass an Grundstücken ohne angrenzenden Gehsteig die Straße bis zu einer Breite von 1,5 Metern vom Grundstück vom Anlieger geräumt und bei Bedarf gestreut werden muss.
Aufgrund der heftigen Schneefälle in den vergangenen Wochen beschloss die Gemeinde, ab sofort wieder sämtliche öffentliche Straßen in beiden Ortsteilen wie in den vergangenen Jahren vom Gemeindepersonal ab einer Höhe von zirka zehn Zentimetern vom Schnee zu räumen. Die Straßenzüge werden dabei komplett in einem Zug geräumt, ohne dass an Hofausfahrten der Pflug aufgehoben wird.
Wie Ratsmitglied Thomas Heinrichs erklärte, verursachte das gestiegene Grundwasser aufgrund des starken Schneefalls und der Regengüssen seit Anfang Dezember bei einigen Einwohnern vollgelaufene Keller. Dabei entstand teilweise hoher Sachschaden. Um für dieses Problem eine Lösung zu finden, wird das Thema in der kommenden Gemeinderatssitzung ausführlich behandelt. Wolfgang Anger betonte, dass davon nicht nur die Gemeinde Lülsfeld betroffen sei, sondern auch umliegende Ortschaften.
Wie 2. Bürgermeister Lothar Riedel feststellte, hatte die gemeindliche Internetseite in den vergangenen zwölf Monaten zirka 20.000 Zugriffe. Zu Beginn der Sitzung übergab Anger eine Spende in Höhe von 100 Euro an Bernd Christau (Vorsitzender Elisabethen-Verein). Das Geld stammt von der Weihnachtsspendenaktion der Unterfränkischen Überlandzentrale, die jeden Kindergarten in ihrem Netzgebiet einen Geldbetrag je nach Aufschlüsselung zukommen ließ.


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