LÜLSFELD (tg) Auskunft über die Gemeindewälder gab in der Gemeinderatssitzung Revierförster Gerald Eser.
Dieser berichtete, dass im Betriebsjahr 09/10 insgesamt 156 Festmeter Holz geschlagen wurden. Davon 101 im Schallfelder Wald und 55 im Lülsfelder Wald. Da die Nachfrage bei der Versteigerung aber nicht so gut gewesen sei, soll in diesem Betriebsjahr weniger Holz geschlagen werden, nämlich insgesamt 135 Festmeter, davon 80 Festmeter als Rückergassen im Schallfelder Wald, 30 Festmeter Eichen rund um den Lülsfelder Sportplatz sowie 25 Festmeter hiebfreie Fichten im Schallfelder Wald.
Eser erläuterte weiter, dass der Lülsfelder Wald in diesem Jahr gegen den Eichenprozessionsspinner per Hubschrauber mit Dimilin bekämpft wurde. Dennoch seien weiterhin Härchen vorhanden und es sei zu befürchten, dass die Nester bald wieder besetzt sind. Daher werden in Sportplatznähe in Lülsfeld alle Eichen entfernt, um die Spieler und Zuschauer nicht mehr zu gefährden. Im Schallfelder Wald gebe es laut Eser hingegen derzeit kaum Probleme mit dem Eichenprozessions- bzw. Schwammspinner.
2. Bürgermeister Lothar Riedel fragte nach, ob die Holzversteigerung vor der Weihnachtszeit durchgeführt werden könne, da die Einwohner dann über die Feiertage hätten, das Holz zu verarbeiten. Eser antwortete, dass dies machbar sein sollte.
Eser regte an, in den nächsten zwei, drei Jahren einen neuen Bewirtschaftungsplan für die Gemeindewälder aufzustellen, da der jetzige aus dem Jahr 1981 nicht mehr auf dem aktuellen Stand sei.
Von der beauftragten Firma Garten- und Landschaftsbau Seufert aus Oberpleichfeld war Alexander Seufert anwesend, um mit dem Gremium über die Neugestaltung des Bereichs um den Lülsfelder Dorfbrunnen zu beraten. Seufert stellte zunächst den derzeitigen Entwurf vor. Dieser sieht vor, den Bereich um den Brunnen zu pflastern. Die Pflanzen um den Brunnen sollten nicht höher als zwei, drei Meter werden, um diese pflegeleicht zu halten und wenig Laubbefall zu gewährleisten. Zudem soll die Möglichkeit bestehen, um den Brunnen herumlaufen zu können.
1. Bürgermeister Wolfgang Anger regte an, dass das Wasser im Brunnen zirkulieren soll. Dafür soll eine Zisterne verwendet werden. Auch soll der Brunnen eine Abdeckung bekommen.
Seufert erklärte, dass er das Angebot nach den Wünschen der Ratsmitglieder nun weiter ausarbeiten und beim nächsten Termin Proben von verschiedenen Pflastersteinen mitbringen werde. Zudem erstellt er eine Liste mit den anfallenden Arbeiten, auf der die Gemeinde dann festlegen kann, welche sie in Eigenleistung erbringen will. Die Dauer für die Gesamtmaßnahme bezifferte Seufert auf zwei bis drei Wochen.
Wie Wolfgang Anger das Gremium informierte, wurde der Antrag auf Namensänderung der Schlossgasse in Schallfeld zurückgezogen, da zwei Anwohner dagegen ihr Veto eingelegt hätten.
Hinsichtlich des Spielplatzes am Gemeinschaftshaus Lülsfeld erklärte Ratsmitglied Thomas Heinrichs, dass der Eingangsbereich in einem nicht kinderfreundlichen Zustand sei. Des Weiteren schlug Heinrichs vor, den Spielplatz mit drei neuen Geräten aufzuwerten. Das Gremium war damit einverstanden, dass Heinrichs ein Konzept für die Umgestaltung erarbeitet und dieses in der nächsten Sitzung vorstellt.

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