LÜLSFELD (tg) Erfreuliches konnte 1. Bürgermeister Wolfgang Anger bezüglich des geplanten Straßen- und Radwegebaus zwischen Gerolzhofen und Schallfeld bei der Gemeinderatssitzung berichten. So konnte mit dem Besitzer der Flur Nr. 522 (betroffene Fläche: zirka 17.500 m²) mittlerweile eine Einigung über einen Tausch mit einem Grundstück in der Gemarkung Gerolzhofen erzielt werden. Auch der Notartermin für diese beiden Flurstücke habe bereits stattgefunden, so Anger.
Ratsmitglied Frank Reppert wollte wissen, warum die Einigung mit dem Besitzer der Flur Nr. 522 nun so schnell über die Bühne ging, nachdem sich die Verhandlungen vorher so lange hingezogen hatten. Anger betonte, dass zum einen Norbert Müller (Chef des Kreisbaubauhofs) als Verhandlungsführer großen Anteil daran hatte. Zudem seien sich das Landratsamt (LRA) und der Landwirt schon vor dem Infoabend in ihren Ansichten sehr nahe gewesen.
Für das Grundstück Flur Nr. 504 ist das LRA zuständig. Nachdem der Eigentümer Flur Nr. 505 des dahinter liegenden Grundstücks seine Meinung geändert und sich zum Wohle der Allgemeinheit entschlossen hat, eine Fläche von zirka 1.750 m² zu verkaufen, informierte Anger darüber das LRA. Da nun der Landwirt keine Bewirtschaftungsfläche einbüßt und die 1.750 m² an sein Grundstück angelegt bekommt, hat Herr Müller hat nun mit beiden Grundstücksbesitzern die letzten Vereinbarungen geschlossen. Letzten Endes können nun auch hier die Notartermine angesetzt werden.
Der Gemeinderat war sich einig, auf einen zügigen Beginn der Maßnahmen hinzuarbeiten. Die notwendigen Ausschreibungen sollten daher so schnell wie möglich stattfinden. Ob auch noch in 2010 mit den baulichen Maßnahmen begonnen wird, entscheidet laut Anger letztendlich das Landratsamt. „Wir werden nicht um jeden Preis darauf drängen, denn wir wollen gegenüber einem späteren Beginn nicht übermäßig mehr bezahlen“, erklärte der 1. Bürgermeister.
Zum Stand des geplanten Ausbaus der Breitbandversorgung in beiden Gemeindeteilen gab DSL-Beauftrager Martin Ament seinen Ratskollegen Auskunft. Bei Gesprächen mit der zuständigen Behörde bei der Regierung von Unterfranken wurden die bei der Gemeinde eingegangenen Angebote verschiedener Anbieter vorgelegt. Da bei einigen Angeboten wichtige Angaben fehlten, müssen diese nun zunächst von den Firmen nachgebessert werden. Erst danach könne eine Entscheidung gefällt werden, welches Angebot den Zuschlag bekommt. Ament erklärte, dass für die Gemeinde bis zu 70 Prozent Zuschuss bis zu einer Summe von 100.000 Euro für das kostenküstigste Angebot möglich sei.
Eine besondere Situation ergibt sich laut Ament im Ortsteil Schallfeld, da es dort neben dem Hauptverteiler zwei Nebenverteiler gibt. Dies war ein Grund, warum manche Angebote unvollständig waren, da dies nicht von allen Firmen berücksichtigt wurde.
2. Bürgermeister Lothar Riedel wollte wissen, ab wann mit der Breitbandversorgung zu rechnen sei. Martin Ament erklärte, dass es nach Abschluss mit dem entsprechenden Anbieter maximal ein Jahr dauern werde. Zuvor müsste natürlich die dafür notwendige Leerrohrverlegung zwischen den Gemeindeteilen durch die Gemeinde erbracht werden. Ament rechnet daher mit einer Fertigstellung der gesamten Maßnahme in dritten oder vierten Quartal 2011. „Wir sind im Vergleich zu anderen Gemeinden schon ziemlich weit“, betonte 1. Bürgermeister Wolfgang Anger dazu.
Ament machte den Vorschlag, zukünftig bei anfallenden baulichen Maßnahmen in beiden Gemeindeteilen Leerrohre für Glasfaserkabel bis zu den Grundstücken gleich mit zu verlegen, um in Zukunft unabhängiger von einzelnen Anbietern zu sein.

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