LÜLSFELD (tg) Zur Sprache kam in der jüngsten Gemeinderatssitzung eine Vereinbarung zwischen der Gemeinde Lülsfeld und der Polizeiinspektion Gerolzhofen zur Verbesserung des Jugendschutzes. Diese sieht u.a. vor, dass Veranstaltungen, bei denen die Gemeinde die Genehmigung erteilt, um spätestens 3 Uhr enden sollen, die Musik um 2 Uhr, der Ausschank um 2.30 Uhr.
Des Weiteren soll bei Beatabenden grundsätzlich und bei wiederkehrenden Veranstaltungen, bei denen im Vorjahr erhebliche Sicherheitsstörungen vor kamen, ein gewerblicher Sicherheitsdienst eingesetzt werden. Die Mindestzahl der Ordner wird dabei gemeinsam von Gemeinde und Polizei festgelegt. Die Polizei ihrerseits teilt der Gemeinde schriftlich jede größere Sicherheitsstörung in Bezug auf Festveranstaltungen mit.
„Die einzige Veranstaltung der Gemeinde in dieser Größenordnung, die in diesen Rahmen fällt, ist die jährliche Plattenparty am Lülsfelder Sportplatz. Dort wird bereits seit Jahren freiwillig ein gewerblicher Sicherheitsdienst eingesetzt. Eine öffentliche Feier in dieser Größe ist ohne professionellen Sicherheitsdienst kaum durchführbar.“, erklärte Ratsmitglied Martin Ament. Die Vereinbarung mit der Polizeiinspektion sei auch nur als Richtlinie anzusehen und nicht als gesetzlich verpflichtend. Die Gemeinde könne in Einzelfällen auch andere Vorgaben mit den Veranstaltern vereinbaren, so Ament weiter. Letztlich waren sich die Ratsmitglieder einig, die Vereinbarung in dieser Form zu unterstützen.
Einig war sich das Gremium ebenfalls, den Ingenieurvertrag für die geplante Wasserleitungsauswechslung in der Frankenwinheimer Straße in Schallfeld sowie die Gehwegserneuerung in Lülsfeld an ein Unternehmen aus Gerolzhofen zu vergeben. Im Zuge der Wasserleitungsauswechslung sollen gleichzeitig auch Leerrohre für den geplanten Breitband-Ausbau mitverlegt werden. Sollten die anfallenden Kosten für die Sanierung der Wasserleitung inklusive der Leerrohrverlegung im geplanten Rahmen von zirka 250 000 Euro noch ein Polster lassen, können diese beiden Maßnahmen eventuell auch gleich in der Gerolzhöfer Straße in Schallfeld durchgeführt werden, erklärte 1. Bürgermeister Wolfgang Anger.
Formell bestätigt von den Ratsmitgliedern wurden einstimmig auch die bei der Hauptversammlung der Freiwilligen Feuerwehr Schallfeld gewählten Paul Krätzig als 1. Kommandant und Michael Kundmüller als stellvertretender Kommandant, deren Dienstzeit am 1. April begann.
Wie 1. Bürgermeister Wolfgang Anger informierte, wurde der Lülsfelder Wald sowie die Bäume am Friedhof mittels Dimilin gegen den Eichenprozessionsspinner gespritzt. Auch die zweite Feuerwehrsirene wurde mittlerweile in der Bachgasse aufgestellt. Die Kosten dafür beliefen sich laut Anger auf 7812,14 Euro.
Da ihn einige Dorfbewohner diesbezüglich ansprachen, regte 2. Bürgermeister Lothar Riedel an, im Dorfgebiet weitere Sitzbänke aufzustellen. Die Ratsmitlieder einigten sich darauf, bei der nächsten Ortsbegehung nach geeigneten Plätzen dafür zu suchen.
Auch gingen bei Riedel Anfragen ein, für die Gemeindebücherei das Werk „Aufgehobene Häuser“ von Prof. Johannes Mahr anzuschaffen. In dem knapp 2000 Seiten starken Dreibänder über Missionsbenedektiner in Ostasien wird u.a. das Wirken des gebürtigen Schallfelders Pater Arnold (1905 – 2003) behandelt, nach dem im Ortsteil eine Straße benannt wurde. Zwar sahen nicht alle Ratsmitglieder die Notwendigkeit dafür, doch verständigte sich das Gremium letztlich darauf, die Bücher zu kaufen. Die Kosten dafür belaufen sich auf zirka 270 Euro.

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