LÜLSFELD (tg) Im Rahmen der Feierlichkeiten zum 100-jährigen Jubiläum hat die ÜZ Lülsfeld eG in einem Festakt die fertiggestellten Neu- und Umbauten gesegnet. Mit einem Auftragsvolumen von 7,9 Millionen Euro hat sich das Unternehmen für die nächsten Jahrzehnte von Grund auf modernisiert.
Der Vorstandsvorsitzende Robert Wächter berichtete bei seiner Begrüßung erfreut, dass die Gewerke, soweit es möglich war, von heimischen Firmen durchgeführt wurden. Dies zeige die enge Verbundenheit mit der Region.
Die Beweggründe für die Neugestaltung der ÜZ waren die gesetzlich vorgeschriebene Trennung von Stromnetz und Vertrieb, die zur internen Trennung der beiden Unternehmensbereiche zwangen. Dazu seien eine zeitgemäße Lagerhaltung, ein hochtechnisiertes Schalthaus und modernste EDV für einen Energieversorger heute unabdingbar, wie Wächter weiter ausführte. Der größte Teil des Baus wurde unter dem damaligen Betriebsleiter Lorenz Ruppenstein realisiert.
Wächters Dank ging an die ÜZ-Mitarbeiter, die trotz der Umbaumaßnahmen einen reibungslosen Geschäftsablauf garantierten. Wächter lobte ferner die ausführenden Planer und Firmen für die sehr gute Arbeit, die exakt dem Zeitplan entsprechend ausgeführt wurde. „Wir sind überzeugt, dass wir mit unseren Mitarbeitern die Herausforderungen unserer Zeit meistern können“, sagte Wächter.
Der langjährige Vorstandsvorsitzende Michael Glos, in dessen Amtszeit die Umbaumaßnahmen beschlossen und begonnen wurden, betonte, dass es wichtig ist, auf der Höhe der Zeit zu bleiben. „Wir wollten mit den Maßnahmen ein Zeichen unseres Selbstbehauptungswillen setzen, dass ein kleines Unternehmen sich auf dem Markt durchsetzen kann“, so Glos.
Der stellvertretende Landrat Paul Heuler sieht die ÜZ durch die abgeschlossenen Baumaßnahmen für die nächsten 100 Jahre gerüstet. „Zukunft geschieht nicht, Zukunft wird gemacht – und wir sind heute bei den Machern“, erklärte Heuler. Die Genossenschaft sei bei aller Bodenständigkeit immer innovativ, wobei die Zukunftssicherung des Unternehmens im Vordergrund steht. Die Investitionen seien ein klares Bekenntnis zum Standort und der Region, deren fester Bestandteil der Wirtschaft die ÜZ ist.
Lülsfelds 1. Bürgermeister Wolfgang Anger überbrachte die besten Wünsche der Gemeinde. Zwar sei der Umbau immer von den Bürgern wahrgenommen worden, doch wurden diese nur in geringem Umfang davon beeinträchtigt. Den gewerblichen Neu- und Umbau in die ländlichen Strukturen der Gemeinde einzupassen sei keine leichte Aufgabe gewesen, doch sei die den Architekten zusammen mit den verantwortlichen Stellen in hervorragender Weise gelungen, erläuterte Anger.
In einer detaillierten Aufstellung erörterte anschließend Dipl. Ing. (FH) Artur Brei, Bauleiter der ÜZ Lülsfeld, die enormen Umbaumaßnahmen, wie z.B. den Neubau des Lagers mit Verwaltungstrakt und Garagen, den Neubau des Verwaltungsgebäudes für die Netzwirtschaft bis hin zur Neugestaltung des Eingangsgebäudes und der Außenanlagen.
Dipl. Ing- Reinhold Jäcklein beschrieb aus der Sicht des leitenden Architekten die anfängliche Idee der Planung, die tatsächliche Durchführung und Nachbearbeitung der Baumaßnahme. Für ihn sei es aufgrund des Alters des Gebäudes ein besonderer Bau gewesen. Folgend übergab Jäcklein symbolisch den Schlüssel an den Vorstandsvorsitzenden Robert Wächter. „Ich hoffe, dass dieser Schlüssel uns den Weg in die Zukunft offen hält“, erklärte Wächter.
Nach der Segnung durch die evangelische Pfarrerin Susanne Ress und dem katholischen Pfarrer Stefan Mai, hinterlegte Wächter ein Schriftstück mit wichtigen Zeitinformationen in einer Kapsel, die hinter dem Schlussstein im Eingangsbereich angebracht wurde. Ein Messingschild mit dem ehemaligen Logo der ÜZ wird in Zukunft an dieses feierliche Ereignis erinnern.
Zum Abschluss der Feierlichkeiten spielte das ÜZ-Orchester unter der Leitung von Burkard Schmitt die Frankenhyme und unterhielt die Gäste bei einer zünftigen fränkischen Brotzeit mit einem abwechslungsreichen Musik-Potpurri.

Bilder: Timo Grembler

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