LÜLSFELD (tg) Einstimmig beschloss der Gemeinderat den Ausbau von Wirtschaftswegen zum Lückenschluss von Wander- und Radwegen und zur Verbesserung der Rübenabfuhr in den Zuckerrübenanbaugebieten in der Gemarkung Schallfeld.
Der Beschluss darüber wurde in der letzten Sitzung zurückgestellt, da das Wasserwirtschaftsamt für einen Übergang über die Weidach in Richtung Wiebelsberg eine Brücke vorschlug, während die Ratsmitglieder eine Verrohrung favorisierten. Bei einem Ortstermin zusammen mit Jürgen Kiefer, Naturschutzbeauftragter an der Unteren Naturschutzbehörde am Landratsamt Schweinfurt, konnte man sich jedoch auf eine Verrohrung verständigen. Auch das Wasserwirtschaftsamt befürwortet nach Rücksprache mit Kiefer nun diese Lösung.
Die Gesamtkosten für die Umsetzung belaufen sich laut Anger auf zirka 114.000 Euro. Vom Amt für Ländliche Entwicklung sei bereits ein Zuschuss von 45 Prozent zugesichert, so der 1. Bürgermeister. Angers Vorschlag war, den Gemeindeanteil in Abhängigkeit des gemeindlichen Nutzen der verschiedenen Wege festzulegen, die teils Rad- und Wanderwege enthalten sollen. Demnach wären für die Gemeinde zirka 40.000 angefallen, für die Jagdgenossenschaft Schallfeld als Teilnehmergemeinschaft zirka 27.000 Euro. Gemeinderat Alfons Vollmuth entgegnete dem, dass die Jagdgenossenschaft derzeit nicht so viel Geld aufbringen könne, da man Rücklagen für die Unterhaltung der Maschinen benötige. Sein Vorschlag war, dass die Gemeinde 35 Prozent der Gesamtkosten übernehmen soll, die Jagdgenossenschaft die restlichen 20 Prozent. Aufgrund der Besonderheit, dass im Zuge des Ausbaus Rad- und Wanderwege entstehen, stimmte das Gremium ohne Anerkennung einer Rechtspflicht nach eingehender Diskussion dem Vorschlag Vollmuths zu. Zudem wurde festgelegt, dass eventuelle weitere Zuschüsse zu gleichen Teilen auf die Gemeinde und Jagdgenossenschaft umgelegt werden.
Keine Einwände hatten die Ratsmitglieder hinsichtlich zwei Bebauungsplänen über die Errichtung von Photovoltaikanlagen in der Gemarkung Brünnstadt, die zur Stellungnahme vorlagen.
1. Bürgermeister Wolfgang Anger informierte seine Ratskollegen, dass es für die beim Gemeindeholz-Verstrich übrig gebliebenen Posten mittlerweile auch Abnehmer gab. Die Gesamtsumme aller Erträge für die Asthaufen und das Polterholz betrage laut Anger 8564,50 Euro.
Gemeinderat Thomas Heinrichs gab die bei ihm vorgetragenen Vorschläge aus der Bevölkerung für die Weiterverwendung der Schule in Schallfeld nach deren Schließung zum Ende des Schuljahres 2010 an 1. Bürgermeister Wolfgang Anger weiter. Dieser versprach, diese Optionen entsprechend zu prüfen.

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