LÜLSFELD (tg) Auf verschiedene Schäden im Jugendraum im Schallfelder Feuerwehrhaus wies der 1. Vorsitzende der Freiwilligen Feuerwehr Schallfeld, Klaus Wichert, den Gemeinderat hin. Diese werden laut Jugendbeauftragtem Arnold Bedenk bis spätestens Weihnachten behoben.

Die Jugendlichen haben dafür ihre Hilfe zugesagt, so Bedenk. Das Gremium war sich einig, dass die Gemeinde die dafür notwendigen Arbeitsmaterialien zur Verfügung stellt. Wichert wollte ferner wissen, welche Maßnahmen ergriffen werden können, um zukünftige Schäden zu vermeiden. Bedenk erklärte dazu, dass der Schlüssel für den Jugendraum seit zirka fünf Monaten bei ihm zur Abholung liege und er den Raum nach Rückgabe kontrolliere. Die Jugendlichen hätten in diesem Zeitraum den Raum immer ordentlich verlassen. Wer die Schäden letztlich verursacht hat, konnte nicht geklärt werden, da der Raum in der Vergangenheit auch teils offen war, obwohl der Schlüssel dafür von den Jugendlichen nicht bei Bedenk abgeholt wurde.

Wicherts Vorschlag, die Nutzung des Jugendraums an gewisse Forderungen zu knüpfen, z.B. der Mitgliedschaft bei der Feuerwehr, hält der Gemeinderat für nicht durchsetzbar. „Die Jugend ist Teil der Gemeinde. Um eine gemeindliche Einrichtung zu nutzen können wir niemand zwingen, irgendeiner Institution beizutreten“, sagte Ratsmitglied Lothar Wolf. 1. Bürgermeister Wolfgang Anger will nun in beiden gemeindlichen Jugendräumen eine einheitliche Hausordnung anbringen, um damit das Pflichtbewusstsein der Jugendlichen zu sensibilisieren.

Zur Sprache kam in der Gemeinderatssitzung auch der Bebaungsplan für das Baugebiet „Am Bahndamm“ in Lülsfeld. Dipl. Ing. (FH) Frank M. Braun vom beauftragtem Ingenieurbüro erklärte dazu, dass die 2. Auslegung im Zeitraum vom 9. Oktober bis 9. November durchgeführt wurde. Die vom Landratsamt Schweinfurt in einer dazu abgegebenen Stellungnahme eingebrachten Einwände wurden laut Braun ergänzt und sind im vorliegenden Bebauungsplanentwurf enthalten.

Ferner seien laut Braun über eine Anwältin verschiedene Bedenken und Anregungen einer Dorfbewohnerin vorgebracht worden. Braun dazu: „Das Schreiben der Rechtsanwältin wurde am 29. September versendet. Dieser Termin war nach der ersten Auslegung und vor der zweiten Auslegung. Somit gingen die Anregungen und Bedenken in keinem der dafür vorgesehenen Zeiträume ein. Die vorgetragenen Anregungen und Bedenken waren entweder schon in der Planfassung der 2. Auslegung berücksichtigt oder sind für die Aufstellung des Bebauungsplanes nicht notwendig.“

Da der durch das Planungsbüro vorgelegte Entwurf des Bebauungsplanes „Am Bahndamm“ mit integriertem Grünordnungsplan in der Fassung vom 16. November alle veranlassten Ergänzungen enthielt, wurde dieser gemäß §10 Abs. 1 BauGB ohne Gegenstimme als Satzung beschlossen.
Schnell brachte das Gremium gemeinsam mit Kämmerer Manfred Kraus (Verwaltungsgemeinschaft) die Rechnungsprüfung und die Entlastung der Jahresrechnung 2008 zum Abschluss. Die anfallenden Prüfungsvermerke von Frank Reppert (Vorsitzender Rechnungsprüfungsausschuss) und den beiden Rechnungsprüfern Thomas Heinrichs und Lothar Wolf konnte Kraus zusammen mit 1. Bürgermeister Wolfgang Anger klären.

Laut Kraus schloss der Verwaltungshaushalt in Einnahmen und Ausgaben mit 936.232,84 Euro ab, der Vermögenshaushalt mit 333.781,08 Euro, was einen Gesamthaushalt für 2008 von 1.270.013,92 Euro ergibt. Der Sollüberschuss von 231.916,95 Euro kann zur Finanzierung kommender Haushalte verwendet werden. Vom Verwaltungshaushalt konnten 191.458,86 Euro zum Vermögenshaushalt zugeführt werden.

Für den geplanten Informationsschaukasten in Lülsfeld wurde bei einem Ortstermin ein passender Platz gefunden. Dieser wird nun in der Hauptstraße in Fahrtrichtung links neben dem Bushäuschen aufgestellt. Einstimmig beschloss das Gremium daher hier eine Reihenanlage der Firma Haspo, bestehend aus vier Elementen mit einer Gesamtbreite von zirka 3,50 Metern zum Preis von 2.374,05 Euro, zu erwerben. Die bereits vorhandene Informationstafel aus Holz für Veranstaltungen auf der anderen Seite bleibt davon unberührt.

Wie 1. Bürgermeister Wolfgang Anger informierte, schaffte die Gemeinde ein Erdbohrgerät zum Preis von 900 Euro an. Dieses ist im Bauhof Lülsfeld deponiert und soll vor allem das Setzen von Grenzsteinen erleichtern. Die Sammlung für den Bund Deutscher Kriegsgräber die von Max Bördlein durchgeführt wurde ergab laut Anger einen Betrag von 277,40 Euro.

Zustimmung fand ein Antrag der Krabbelgruppe auf einen Zuschuss für die Anschaffung von Isomatten, um damit den Boden für die spielenden Kinder auszulegen. Die Gemeinde unterstützt dies mit einem Betrag von 100 Euro.

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