„Der Zabelstein soll attraktiver werden, sein Charakter jedoch erhalten bleiben“. Das war das Resümee eines Runden Tisches vor knapp vier Jahren. Inzwischen wurden mit Mitteln der besonderen Gemeinwohlleistungen im Staatswald durch den Forstbetrieb Ebrach bewährte Einrichtungen erneuert und neue erstellt. Dazu gehört der rundum ansehnliche Informationspavillon am Zabelsteinparkplatz, der nun im Rahmen einer kleinen Einweihungsfeier seiner Bestimmung übergeben wurde.

Ulrich Mergner, Forstbetriebsleiter für den Forstbetrieb Ebrach durfte zahlreiche Vertreter aus der kommunalen Politik sowie die Mitarbeiter des Forstbetriebes und des Amtes für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten (AELF) Schweinfurt, die maßgeblich an der Umsetzung des Infopavillons beteiligt waren, begrüßen. Den Wald attraktiv für den Erholungsverkehr zu machen, ist ein Hauptgrund, warum man einen solchen Infopunkt erbaut hat, der dritte dieser Art im bewährten Rundhüttenstil am Zabelstein. Daneben wurde 2008 noch das ganzjährig geöffnete Toilettenhäuschen gefertigt.

Beim Bau des Pavillons handelt es sich um ein Gemeinschaftsprojekt des Forstbetriebes mit den örtlichen Unternehmern, ein wichtiger Aspekt bei der Projektumsetzung. Informationstafeln über die Geologie des Steigerwaldes, die sieben ausgewiesenen Rundwege und die Landkarten sind ausschließlich in Handarbeit im Ausbildungszentrum in Hummelmarter gefertigt worden.

Mit diesem Konzept erreichte man ein optimales Einfügen in die Optik des Waldes. Die ausgewiesenen Rundwege sind für alle Menschen begehbar. Auch Menschen mit Behinderung erkennen leicht, welcher Weg für sie geeignet ist. Die Symbole auf den an den Wegen angebrachten Holztäfelchen sind bewusst einfach gehalten führen und stehen jeweils im Zusammenhang mit den örtliche Gegebenheiten und Geländearten.

Mit den Gemeinwohlleistungsmittel stehen seit der Forstreform 2004 Gelder bereit, mit denen man „Viel Gutes“ in der Region getan werden kann. So flossen mittlerweile bereits rund 80.000 Euro in den Zabelsteinbereich. Zu einer „runden Sache“ beglückwünschten auch die Verantwortlichen des AELF die Erbauer, das für die Zuteilung der Finanzmittel zuständig ist.

Wie Landtagsabgeordneter und 1. Bürgermeister Donnersdorfs, Gerhard Eck informierte stehen nun jährlich sieben Millionen Euro für Zwecke wie diese zur Verfügung. Er dankte besonders Forstbetriebsleiter Ullrich Mergner für die insgesamt sehr gute Arbeit. Der Steigerwald ist trotz wirtschaftlicher Nutzung ein absolut lohnenswertes Ausflugsziel in der Region. Man versucht den Tourismus in sanfter Art und Weise kontinuierlich auszubauen, die Besucherströme ohne rieseigen Kraftakt zu lenken, wie Gerhard Eck betonte. Michelaus Bürgermeister Siegfried Ständecke sprach von einem „Riesenstück Basis“ für die Identifikation mit dem Wald und dem Hinaustragen, des Naturschutzgedanken an sich.

Rund um den Pavillon:
Rundhüttenstil, sechseckig
erbaut 2008
Durchmesser: 6 Meter
Höhe 4 Meter
Douglasienrundholz, ausschließlich aus dem Steigerwald
Dacheindeckung aus Lärchenschindeln von Bayern
Infotafeln aus Lindenholz (ebenfalls aus dem Steigerwald) 2009

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