LÜLSFELD (tg) Die Beratung über eine energetische Sanierung des gemeindlichen Wohnhauses in der Schallfelder Straße 3 stand im Mittelpunkt der Gemeinderatssitzung. Dazu erläuterte Dipl. Ing. Architekt Alexander Pfeuffer vom beauftragten Ingenieurbüro zwei verschiedene Lösungsmöglichkeiten.
Die erste Variante sieht ein Wärmedämmverbundsystem (WDVS) vom Dach bis bis zur Kellerdecke vor, bei dem das Haus an der Außenwand gedämmt und mit einem neuen Oberputz versehen wird. Die zweite Möglichkeit wäre laut Pfeuffer ein WDVS bis zum Kellerboden, wofür die Kellerwände freigelegt werden müssten. Die Kosten dafür würden sich zirka auf zirka 68.000 Euro bzw. zirka 83.000 Euro belaufen. Dazu kämen eventuell weitere Kosten, um verschiedene Mängel im Innenbereich den Gebäudes zu beheben.
„Nachdem die im Haushalt eingeplante Sanierung der Schule Schallfeld zurückgestellt wurde, wäre das Geld dafür vorhanden. Sanieren müssen wir das Haus auf jeden Fall“, sagte Lülsfelds 1. Bürgermeister Wolfgang Anger. Sein Stellvertreter Lothar Riedel meinte: „Es muss uns klar sein, dass wir mehr Geld in das Haus stecken, als wir wieder reinholen können.“ Gemeinderat Frank Reppert mahnte angesichts des Kostenvolumens vor einer voreiligen Entscheidung und schlug vor, über weitere Möglichkeiten, z.B. einem Verkauf, nachzudenken.
Nach einer längeren Diskussion fasste das Gremium aber mit 6:2-Stimmen den Beschluss, die Sanierung nach der Variante eins anzugehen und beauftragte das Ingenieurbüro, die notwendigen Maßnahmen auszuschreiben. Gemeinderat Arnold Bedenk legte Wert darauf, dass dabei vor allem die hiesigen Firmen einbezogen werden.
Zu Beginn der Sitzung hatte Pfeuffer vier Möglichkeiten vorgestellt, um die Akustik im Mehrzweckraum des Rathauses in Lülsfeld zu verbessern. „Der Raum hat nach unseren Messungen eine Nachhallzeit von 2,91 Sekunden, was sehr lange ist. Er hat aber wenig Fläche übrig, die im Hinblick auf die Akustik bearbeitet werden kann“, so Pfeuffer. Letztlich überzeugte die Variante mit dem Einbau einer horizontalen Spanndecke aus Licht- und Akustikgewebe vollflächig oberhalb der Kehlbalken die Gemeinderäte und 1. Bürgermeister Wolfgang Anger. Auf eine zusätzliche raumakustische Messung vorab durch eine Spezialfirma verzichtet das Gremium und beauftragte das Ingenieurbüro, entsprechende Angebote für die Durchführung einzuholen.
Ohne Gegenstimme mit 8:0 wurde der Bau des Geh- und Fahrradwegs von Schallfeld nach Gerolzhofen beschlossen. Dieser ist insgesamt 2.035 Meter lang, wobei ins Gemeindegebiet eine Strecke von 1230,50 Meter fällt. Die Kosten dafür belaufen sich für die Gemeinde Lülsfeld auf zirka 218.000 Euro. Wie Bürgermeister Wolfgang Anger bekannt gab, wird diesbezüglich ein entsprechender Förderantrag von der Verwaltungsgemeinschaft Gerolzhofen an die Regierung in Unterfranken gestellt.
Keine Einwände hatte das Gremium gegen die Bauanträge eines Gewerbebetriebs an der Linde zum Neubau eines Abstellraums sowie für einen Anbau an einem Einfamilienhaus im Seeweg.
Bezüglich des geplanten Wegbaus in den Zuckerrübenanbaugebieten in Schallfeld informierte Bürgermeister Anger, dass diesbezüglich mit dem Amt für Ländliche Entwicklung ein Ortstermin vereinbart wird, um die Objektplanung in die Wege zu leiten. Das staatliche Bauamt hat dafür bereits sein Einverständnis gegeben.
Sauer stieß den Gemeinderäten auf, dass Bürger aus Lülsfeld und Schallfeld ihren Grünschnitt unerlaubt in der Flur und am Häckselplatz abladen. Die Gemeinde könne dies nicht dulden und weist nochmals daraufhin, dass derartige Gartenabfälle in der Kompostanlage Gerolzhofen anzuliefern sind, betonte Wolfgang Anger. Bis zu einem Kubikmeter müsse dafür keine Gebühr entrichtet werden. Donnerstags von 8 bis 12 Uhr und von 13 bis 17 Uhr sowie freitags von 8 bis 12 Uhr und von 13 bis 16.30 Uhr und zusätzlich jeden ersten Samstag im Monat von 8 bis 12 Uhr hat die Kompostanlage geöffnet.

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