LÜLSFELD (ra) Altbürgermeister und Ehrenbürger Ernst Scheder feierte in Lülsfeld seinen 80. Geburtstag.

"Man soll die Feste feiern, wie sie fallen", sagte Bürgermeister Wolfgang Anger in seiner Laudatio, in der er das Durchsetzungsvermögen, den Weitblick und die Schaffenskraft des Jubilars hervorhob. "Über 22 Jahre hast du die Geschicke der Gemeinde geleitet", ergänzte er und schloss seine Rede mit einem humorvollen, auf das "Geburtstagskind" zugeschnittenem Gedicht.

Sichtlich gerührt dankte Ernst Scheder und meinte, er hätte immer an die Durchführung der gemeindlichen Planungen geglaubt. "Der Bürgermeister wird von allen gebraucht, besonders von alten Leuten, von Kindern und von sozial Schwachen", legte er dem aktuellen Ortsoberhaupt ans Herz. "Die Kultur im Dorf lebt vom Chor und von der Musik", sagte er, nachdem der Kirchenchor unter der Leitung von Detlev Triphan und die Musikkapelle unter der Stabführung seines Sohnes Bernhard Scheder zahlreiche Stücke gebracht hatten.

Den besten Wünschen von Gemeindeseite schloss sich zweiter Bürgermeister Lothar Riedel an. Weiter gratulierten die Gerolzhöfer Bürgermeisterin Irmgard Krammer, Pfarrer Stefan Mai, Pfarrgemeinderatsvorsitzende Barbara Bördlein und alle Siebener.

Am 21. April 1929 wurde Ernst Scheder in Lülsfeld geboren. Dort besuchte er die Volksschule und anschließend die Landwirtschaftsschule in Gerolzhofen. 1952 heiratete er Berta Herbig aus Rügshofen und übernahm mit ihr den landwirtschaftlichen Betrieb seiner Eltern. Eine Tochter und zwei Söhne vervollständigten das Familienglück. Sie gratulierten mit ihren Ehegatten und sechs Enkelkindern. Besonders freute sich der Jubilar, dass seine Enkelin Sophie, die auf dem achten Platz der deutschen Turnrangliste in ihrer Altersklasse ist, professionelle Übungen vorturnte.

Zahlreiche Ehrenämter begleiteten Ernst Scheders berufliche Laufbahn. Ab 1958 war er 50 Jahre lang Zuckerrübenobmann. Von 1972 bis 2000 war er Hagelschätzer der Bayerischen Versicherungskammer. 20 Jahre fungierte er als Kreisobmann der Siebener, zuvor 1o Jahre als Stellvertreter. Schöffe am Amtsgericht Schweinfurt, Vorstandsmitglied in der Flurbereinigung und in der Forstbetriebsgemeinschaft waren weitere Funktionen.

Die acht Jahre als Gemeinderat und die 22 Jahre als Bürgermeister trugen auch dazu bei, dass er die kommunale Verdienstmedaille, die Ehrenurkunde des Landkreises sowie die Ernennungen zum Altbürgermeister und zum Ehrenbürger bekam. 1994 starb seine Frau Berta und er übergab den Hof an seinen Sohn Bernhard. Sein liebstes Hobby ist nach wie vor die Landwirtschaft, sehr gerne liest er in der Zeitung den Lokalteil, die Politik und den Sport. Zu seinem 80. Geburtstag wünschte er sich keine Geschenke, sondern Spenden für die Krebshilfe.

Bildunterzeile:
Bürgermeister Wolfgang Anger (links) und zweiter Bürgermeister Lothar Riedel (rechts) gratulierten Altbürgermeister und Ehrenbürger Ernst Scheder zum 80. Geburtstag.

FOTO: REINHOLD ANGER

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