LÜLSFELD (ra) In der Gemeinderatssitzung legte Bürgermeister Wolfgang Anger einen Antrag des Elisabethenvereins Lülsfeld für die Sanierung des Kindergartens durch einen neuen Außenputz vor.

Mit Hilfe der neuen Außendämmung soll ein Vollwärmeschutz des Gebäudes erreicht werden. Das Schreiben beinhaltet die Bitte, dass die Gemeinde zwei Drittel der Kosten übernimmt, damit das Projekt eventuell in die Förderung des zweiten Konjunkturprogramms der Bundesregierung aufgenommen wird.

Mit dem Vorschlag des Bürgermeisters, falls nur ein Projekt pro Gemeinde gefördert würde, sollte die Sanierung der Schallfelder Schule Vorrang haben, waren alle Ratsmitglieder einverstanden. In dem Zusammenhang gab Wolfgang Anger Auskunft, die geförderten Projekte würden zu 75 Prozent vom Staat bezuschusst, zu 12,5 Prozent vom Bundesland und die nur restlichen 12,5 Prozent oblägen der Gemeinde.

In Bezug auf die notwendige Sanierung der Schallfelder Schule nannte der Bürgermeister einen Gerolzhöfer Architekten, der ein Konzept für die energetische Sanierung erstellen könnte. Zweiter Bürgermeister Lothar Riedel erklärte sich bereit, an einem ersten Gespräch teilzunehmen, bei dem die Vereinbarungen für die Vorplanung getroffen werden.

Einig war sich das Gremium, den Antrag für die energetische Sanierung des Lülsfelder Kindergartens zurückzustellen, bis die Förderfähigkeit des Projekts überprüft sein wird.

Neuigkeiten betreffend der TDSL – Verbindungen beider Ortsteile hatte Bürgermeister Anger. Er sprach von sechs Wochen Bearbeitungszeit, nach der ihm die Telekom Lösungen für mögliche Leitungen anbieten würde. Unabhängig davon wird Ratsmitglied Martin Ament als DSL-Beauftragter der Gemeinde Lösungsmöglichkeiten über Firmenanschlüsse suchen und bei der Telekom Vorschläge einbringen.

Auf Beanstandungen des Wasserwirtschaftsamtes im Abwasserbereich der Gemeinde wies der Bürgermeister hin. Demnach käme der hohe Fremdwasseranteil in der Schallfelder Kläranlage hauptsächlich aus dem Umgebungsbereich der Schule. In Lülsfeld wird ein fehlendes Überlaufbecken für das Abwasser, das von der Unterfränkischen Überlandzentrale kommt, reklamiert.

Nachdem auch der hohe Schlammanteil eines Schallfelder Klärbeckens beanstandet wurde, gab Wolfgang Anger das Angebot einer Firma für die komplette Entsorgung des Schlamms bekannt. Das Gremium war sich einig, mit einem zweiten Angebot auf die sichere Seite für eine Entscheidung zu kommen.

Der geplante Baumsägekurs in Lülsfeld würde im Wald eines Privatbesitzers durchgeführt, gab der Bürgermeister Auskunft. Die Aktion leite aus gemeindlicher Sicht Ratsmitglied Ewald Weisenseel, ergänzte er.

Den Termin für die Europawahl gab er mit dem 7. Juni 2009 bekannt. Dabei nannte er die Namen der Kandidaten und forderte die Räte auf, weitere Namen zu nennen und sich selbst bei Verhinderung rechtzeitig abzumelden.

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