LÜLSFELD (ra) Die Schallfelder dürfen sich freuen. Sie erhalten möglicherweise schon im Januar ein Teil des Geldes zurück, das sie als Abschlagszahlung für die Sanierung der Kläranlage gezahlt haben.

Johannes Lang von der Verwaltungsgemeinschaft Gerolzhofen legte dazu in der Gemeinderatssitzung eine neue Beitrags- und Gebührensatzung vor.

Die Beiträge werden künftig nach der Grundstücksfläche anteilsmäßig mit 22,3 Prozent und nach der Geschossfläche im Anteil 77,7 Prozent berechnet. Bürgermeister Wolfgang Anger berichtete dazu erfreut, für die Bürger von Schallfeld käme demnächst eine deutliche Rückzahlung von ihren Abschlagszahlungen für die Sanierung der Kläranlage. Erstens sei die Maßnahme nur auf 476 000 Euro statt auf geplante 570 000 Euro gekommen, zweitens seien vor kurzem 42 500 Euro Zuschuss zugesagt worden und drittens hätten Ex-Bürgermeister Robert Schemmel und dessen Stellvertreter Alfons Vollmuth in ihrer Amtszeit die Geschossflächen der Häuser in Schallfeld überprüft und dadurch eine gerechtere Verteilung der Sanierungskosten möglich gemacht.

Johannes Lang rechnet damit, dass die Rückzahlungen gegen Ende Januar 2009 fließen. Weiter gab er Auskunft, die beitragspflichtige Grundstücksfläche würde bei übergroßen Grundstücken von mindestens 2000 Quadratmetern auf das dreifache der beitragspflichtigen Geschossfläche und bei unbebauten auf 2000 Quadratmeter begrenzt.

Ergänzend fügte er hinzu, für beide Ortsteile gelte, dass ausgebaute Dachgeschosse mit zwei Drittel ihrer Fläche und Kellergeschosse nur soweit herangezogen werden, wie sie wohn- oder gewerblich genutzt werden. Balkone, Terrassen oder Loggien bleiben außer Ansatz, Wintergärten bedürften der Anmeldung.

Die neuen Beitragssätze liegen nun in Lülsfeld bei 1,30 Euro pro Quadratmeter Grundstücksfläche und bei 19,85 Euro pro Quadratmeter Geschossfläche. In Schallfeld sind die Beiträge 1,90 Euro pro Quadratmeter Grundstücksfläche und bei 29,30 Euro pro Quadratmeter Geschossfläche. Die Grundgebühr beträgt in Lülsfeld bei einem Wasserzähler mit einem Nenndurchfluss von 2,5 Kubikmeter pro Stunde 60 Euro pro Jahr, bei einem Nenndurchfluss von zehn wären es 120 Euro, bei 60 wären es 300 Euro.

In Schallfeld sind bei einem Nenndurchfluss von 2,5 Kubikmetern 72 Euro, bei zehn 144 und bei 60 360 Euro pro Jahr fällig. Die Einleitungsgebühr beträgt in Lülsfeld 1,20 Euro und in Schallfeld 1,90 Euro pro Kubikmeter Abwasser.

In dem Zusammenhang wies Lang darauf hin, dass die beiden Ortsteile Lülsfeld und Schallfeld zwei rechtlich selbstständige Entwässerungseinrichtungen haben, für die nun die neuen Satzungen gelten.

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