SCHALLFELD (lr) Nach wie vor gibt es weit und breit nur eine Prämierung der schwersten Zuckerrübe und diese Veranstaltung findet in Schallfeld statt. Die Zuckerrübenkönigin 2008 heißt Maria Schwab und wohnt in Schallfeld. Die Rübe, die sie zum diesjährigen Wiege-Wettbewerb mitbrachte, hatte ein Gewicht von 9946 Gramm.

Dafür wurde sie mit einer Krone bedacht. Platz zwei erreichte Maria Schmitt aus Herlheim mit einer 8393 Gramm wiegenden Rübe. Den dritten Rang erzielte Magda Fackelmann aus Schallfeld mit einer 5861 Gramm Zuckerrübe. Auch in diesem Jahr waren die 130 Sitzplätze im Sportheim restlos ausverkauft und die Tanzfläche immer voll belegt.

Unter den Gästen befand sich auch Bürgermeister Wolfgang Anger aus Lülsfeld. Der Wiege-Wettbewerb fand zum achten Mal am Samstagabend statt. Der örtliche Rübenvertrauensmann aus dem südlichen Landkreis, Robert Sahlmüller, freute sich über das große Interesse und hieß die zahlreichen Gäste aus 38 unterfränkischen Ortschaften willkommen. Nicht nur diejenigen, die beruflich mit dem Zuckerrübenanbau beschäftigt sind, sondern auch interessierte Tanzpaare kommen zu der bekannten und beliebten Veranstaltung.

Die stolze und glückliche Rübenbesitzerin Maria Schwab wurde gegen Zuckerpakete aufgewogen und durfte die Packungen, die ihr eigenes Gewicht ausmachten, als Preis entgegennehmen. Auch allgemeine Fragen der „Weltpolitik“ und über den Rübenanbau beantwortete sie fehlerfrei. Die so reichlich versüßte Gewinnerin schenkte die Pakete dem FC Schallfeld, um ihr eigenes Körpergewicht nicht zu gefährden.

Der Organisator der Veranstaltung, Erwin Fackelmann, nahm stellvertretend für den Verein die Spende freudig an. Einen Gutschein für einen Hektar Rübensamen, das sind 100 000 Körner, mit einem Wert von 230 Euro, erhielt die „Königin“ zusätzlich. Die Zweitplatzierte Maria Schmitt konnte sich über Rübensamen für einen halben Hektar freuen. Gespendet wurde der Rübensamen von Michael Bernard aus Volkach von der Firma Hilleshög und von Jürgen Wagner Firma KWS (eine halbe Einheit).

Nach einer Stunde war das „süße“ Spektakel zu Ende. Der stellvertretende Vorsitzende im Verband Fränkischer Zuckerrübenanbauer, Hermann Ruß aus Brünnstadt, berichtete in seiner Ansprache von einer bisher örtlich normalen bis guten Rübenernte. Der Zuckergehalt liege derzeit nicht besonders hoch bei 17,6 Prozent und damit etwa ein Prozent unter dem Durchschnitt (normal 18 bis 18,5 Prozent).

Das feuchte September- und Oktoberwetter hat sich günstig auf die Saaten und das Restwachstum der Rüben ausgewirkt und wurde von Ruß als optimal bezeichnet. Ruß lobte auch die Organisatoren der weit und breit einmaligen und einzigartigen Veranstaltung.

Die weitest Angereisten hatten eine Entfernung von 54 Kilometern aus Wolkshausen im Ochsenfurter Gau bei Gaukönigshofen und aus Albertshausen bei Giebelstadt mit 49 Kilometern zurückzulegen. Die meisten Besucher kamen aus den Landkreisen Schweinfurt und Kitzingen.

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