LÜLSFELD (ra) In der Gemeinderatssitzung legte das Gremium nach einstimmigen Beschlüssen neue Gebühren für das Wasser und das Abwasser ab 1. Januar 2009 fest.

Manfred Kraus von der Verwaltungsgemeinschaft Gerolzhofen hatte in der Jahresrechnung 2007 beim Wasser einen Überschuss der Gemeinde und beim Abwasser eine Unterdeckung aus den letzten Jahren aufgeschlüsselt. Nachdem Gemeinden zu ausgeglichenen Gebührenkonten verpflichtet sind, waren Änderungen dingend notwendig.

Beim Wasser verringert sich nun der Grundpreis im Jahr von 36 auf 24 Euro für beide Gemeindeteile, der Verbrauchspreis reduziert sich von 1,80 auf 1,70 Euro pro Kubikmeter.

Bei den Kanalgebühren haben die Orte unterschiedliche Satzungen. In Lülsfeld bleibt der Grundpreis bei 60 Euro, der Verbrauchspreis steigt von 1,15 auf 1,20 Euro. In Schallfeld bleibt der Grundpreis bei 72 Euro, der Verbrauchspreis steigt von 1,50 auf 1,90 Euro pro Kubikmeter. Somit werden sämtliche Wasser-Konten der Gemeinde in den kommenden Jahren wieder ausgeglichen.

Manfred Kraus gab im Rechenschaftsbericht die Gesamtfläche in der Gemeindeflur mit 11,20 Quadratkilometern und die Länge der Gemeindestraßen mit 3,81 Kilometern an. Positiv bemerkte er, dass das Vermögen der Gemeinde im Jahr 2007 um 85 000 auf 2,5 Millionen Euro gewachsen und die Schulden um 22 000 auf 351 000 Euro gesunken seien. Das entspreche bei 811 Einwohnern einer Pro-Kopf-Verschuldung von 432,70 Euro. Vergleichbare Gemeinden lagen schon im Jahr 2005 im Landesdurchschnitt bei 652 Euro.

Der Verwaltungshaushalt schloss im Vorjahr in Einnahmen und Ausgaben mit 862 314 Euro ab, das liegt 2,3 Prozent über dem Haushaltsansatz. Der Vermögenshaushalt schloss mit 319 707 Euro ab. Das Ergebnis liegt 68,3 Prozent über dem Ansatz. Der Sollüberschuss von 81 981 Euro kann zur Finanzierung kommender Haushalte verwendet werden. Besonders positiv sieht Kraus die 132 983 Euro, die im Verwaltungshaushalt erwirtschaftet wurden und in den Vermögenshaushalt flossen.

Als Hauptinvestitionen im Vermögenshaushalt hatte er 120 719 Euro für das Leichenhaus in Lülsfeld, 119 844 Euro für die Kläranlage in Schallfeld, 89 277 Euro für die Straßen im Baugebiet Mühlweg II in Schallfeld und 45 102 Euro für die Pfarrheimsanierung in Schallfeld in seinem Rechenschaftsbericht aufgelistet.

Größere Abweichungen im Einnahmebereich des Verwaltungshaushalts gab es bei der Gewerbesteuer, wo gegenüber dem Ansatz 45 351 Euro fehlten. Dafür lagen die Einnahmen bei der Einkommenssteuer um 27 919 Euro, bei der Grundsteuer B um 16 238 Euro und beim Holzverkauf um 12 095 Euro höher als geplant.

Kraus bezeichnete den Haushalt der Gemeinde Lülsfeld als solide.

Inhalt übernommen von der ehemaligen Homepage