LÜLSFELD (ra) In der jüngsten Gemeinderatssitzung berichtete Architekt Frank Braun, das Überlaufbecken der erst vor zwei Jahren umgebauten Schallfelder Kläranlage sei stark verschmutzt.

Vor der Sanierung seien große Wassermengen in die Kläranlage geflossen. Durch den vom Wasserwirtschaftsamt geforderten Einbau einer Drosselung würden nur zehn Liter pro Sekunde in die Kläranlage kommen und der Kanal staue sich häufig zurück, ergänzte der Architekt.

Weiter vermutet er, der Stauwerkkanal sei genauso wie das Regenüberlaufbauwerk vor der Erdmulde umgebaut und das Stauwasser greife wegen seiner ätzenden Wirkung das Rohr stark an. Die Haltbarkeit des Rohres dürfte nur noch zehn bis 15 Jahre betragen, führte Braun weiter aus.

Im Vorfeld hatte der Architekt zwei Firmen angeschrieben, doch die Angebote beurteilte das Ratsgremium als völlig überzogen. Frank Braun empfahl nun, wegen der Angebote mehrere Firmen anzuschreiben und die Firmen um Angebote für Einzelstunden zu bitten. Er hält in jedem Fall die Reinigung des Rohres wegen der Anhaftungen mit einem Spülwagen sowie anschließend mit einem Hochdruckreiniger für notwendig.

Ob ein regelmäßiger Wartungsbedarf nötig sei oder eine Reinigung auf Zuruf genüge, ließ er offen. Einstimmig beschloss der Gemeinderat eine einmalige Reinigung des Stauwerkkanals und des Regenrückhaltebeckens wobei die Vergabe auf Regie an den kostengünstigsten Anbieter erfolgen soll.

Zu dem Kanal in der Rimbacher Straße in Lülsfeld erklärte Architekt Braun, dass dieser wegen stark eindringenden Fremdwassers absolut undicht sei. Er empfiehlt eine Reinigung und das Einziehen eines Schlauches oder eine komplette Neuverlegung der Kanalrohre über eine Länge von 30 bis 40 Metern. Dazu werde er dem Bürgermeister einen Netzplan übermitteln.

In Bezug auf das nach Meinung der Räte nicht zweckmäßige Material auf dem Verbindungsweg zum Friedhof in Schallfeld hatte sich der Gemeinderat mit einem Firmenvertreter getroffen. Die Versammelten hatten sich auf eine Zuzahlung von 1309 Euro zu den vorher geleisteten 1285 Euro geeinigt und Bürgermeister Wolfgang Anger berichtete nun, die Ausbesserung der Trasse sei zur größten Zufriedenheit aller Räte fertiggestellt worden.

Anger gab Auskunft, dass die Flurbereinigung beabsichtige, einen Gedenkstein als Erinnerung an die beschleunigte Flächenzusammenlegung in Lülsfeld an der Verbindungsstraße vom Beton- zum Hauptweg Richtung Frankenwinheim zu setzen. Die Stele soll für 8700 Euro ohne Fundament von einer Gerolzhöfer Firma erstellt und mit einer Inschrift über die Fläche und die Zeit der Zusammenlegung versehen werden.

Auf dem Muschelkalk-Sockel soll zudem die Lülsfelder Gemarkung mit einem groben Straßenverkehrsnetz abgebildet werden. Eine zusätzliche Bank und ein Baum seien oberhalb des Ortsschildes noch vorgesehen, somit kämen etwa 12 000 Euro zusammen, ergänzte Anger. Er fügte an, das Amt für Ländliche Entwicklung zahle 5000 Euro, die Teilnehmergemeinschaft Lülsfeld 2 und die Gemeinde könnten sich die restlichen Kosten zu je 3500 Euro teilen.

Die Gemeindeverantwortlichen beschlossen einstimmig, sich mit 3500 Euro zu beteiligen und genehmigten zusätzlich einen Beitrag von 800 Euro für eine weitere Sitzgruppe in der Lülsfelder Flur, die vom Vorsitzenden der Teilnehmergemeinschaft Lülsfeld 2, Elmar Scheder, beantragt worden war. Zusätzlich werden Arbeiten durch den Bauhof bei der Errichtung der Stele und die zukünftigen Pflegearbeiten für die Sitzgruppe übernommen.

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