LÜLSFELD (ra) Vorsitzender Harald Zinser ging in seinem Rückblick in der Jahreshauptversammlung der Lülsfelder Feuerwehr vor den 50 Anwesenden näher auf die Emma-Sturmkatastrophe im März sowie die Pumpensegnung im vergangenen Herbst ein.
Kommandant Alexander Hartmann bezeichnete die Aufräumarbeiten nach dem Sturm „Emma“ als „größten Einsatz der Lülsfelder Wehr, der mit Mut und Willenskraft durchgeführt wurde“. Besonders betonte er, dass kein Einziger bei dem Einsatz verletzt wurde und dass die Zusammenarbeit mit den anderen Wehren, speziell mit der aus Schallfeld, so hervorragend geklappt hatte.
Erfreut berichtete der Kommandant ferner, dass Julian Finster, Luis Wiener und er den Truppmannlehrgang absolviert haben und meinte, diesen Kurs sollte jeder Feuerwehrmann mitmachen.
Zweiter Kommandant Ulrich Schemmel gab die Zahl der Frauen und Männer in der Lülsfelder Wehr mit 64 an. 27 davon seien aktiv und ging weiterhin auf die Leistungsprüfung, verschiedene Veranstaltungen sowie die Verkehrsabsicherungen und Übungen ein. Zusätzlich erwähnte er zwei Alarmübungen, zwei Schulungen, die Feuerlöschereinweisung und den Erste-Hilfe-Kurs.
Die Kommandanten nahmen Sebastian Kaiser sowie Luis und Norbert Wiener als neue Feuerwehrleute auf. Im Ausblick gab Ulrich Schemmel die Freitage als Termine für die Jugendübungen an und schlug für die Aktiven eine Leistungsprüfung im Sommer und einen Motorsägenkurs im Spätherbst vor.
Über das gute Abschneiden der Jugendlichen beim Wissenstest berichtete Jugendwartin Karin Oeser. „Ich finde es Spitze, dass heute so viele Jugendliche da sind“, sagte sie und ergänzte, die jungen Feuerwehrler seien während des ganzen Jahres mit Interesse dabei.
Die Kassenprüfer Hans Landauer und Peter Finster bestätigten Kassier Walter Schneider eine ausgezeichnete Kassenführung.
In einem weiteren Tagesordnungspunkt ernannte Vorsitzender Harald Zinser den Ex-Kommandanten Reinhard Peppel, der fünf Jahre als 1. und viele Jahre als 2. Kommandant fungiert hatte, zum Ehrenkommandant. Die Ehrenmitgliedschaft verlieh der Vorstand dem ehemaligen Kassier und Schriftführer Paul Bördlein, der seine Ämter über 40 Jahre ausgeübt hatte. Auch dem langjährigen Geräte- und Vergnügungswart Egbert Wolf wurde diese Ehre zu Teil. Beide zusammen bezeichnete Zinser als „unschlagbares Team“ und hatte für alle drei Ehefrauen der Geehrten Blumensträuße dabei.
Bürgermeister Robert Schemmel dankte der Feuerwehr nicht nur für die Unterstützung in seiner Amtszeit von 12 Jahren, sondern speziell für den großen Einsatz im Hinblick auf die Sturmkatastrophe am 1. März: „Es war überwältigend, eine Dorfgemeinschaft, wie sie sein sollte.“
Unter dem Tagesordnungspunkt Wünsche und Anträge bemängelte Ernst Schneider, dass die Feuerwehrsirene in der Ortsmitte nicht zu hören sei und stellte das Dach seiner Scheune als weiteren Sirenenstandplatz zur Verfügung.
Wer das Erholungsheim der Feuerwehr im Bayrischen Wald nutzen könne, wollte Franz Stöcker wissen. 2. Vorsitzender Otmar Haubenreich antwortete, nicht nur Aktive könnten einen Antrag stellen.
Der Vorsitzende des SV Germania Lülsfeld, Wolfgang Anger dankte der Wehr für die gute Zusammenarbeit und schlug den Monat Mai für den Wegebau vom Gemeinschaftshaus zum Feuerwehrgelände vor. Harald Zinser nahm das Angebot sofort mit einer Zusage auf. Nun verrichtet die Wehr mit dem SVG die Arbeiten und der SVG übernimmt die Kosten.


Harad Zinser (links), der Vorsitzende des Feuerwehrvereins Lülsfeld, ernannte Reinhard Peppel (daneben) zum Ehrenkommandanten. Weiter wurde Egbert Wolf (vierter von links) und Paul Bördlein (zweiter von rechts) die Ehrenmitgliedschaft verliehen. Zu den Gratulanten zählten Bürgermeister Robert Schemmel (rechts) sowie Kommandant Alexander Hartmann (3. von rechts) und 2. Kommandant Ulrich Schemmel (3. von links). Foto: Reinhold Anger

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