LÜLSFELD (ra) In der Bürgerversammlung im Gemeinschaftshaus kamen nach den Rechenschaftsbericht von Bürgermeister Robert Schemmel unterschiedliche Themen der 57 interessierten Zuhörer zur Sprache. Pfarrer im Ruhestand Raimund Merget sagte in Bezug auf die Hilfe der Bevölkerung nach den Sturm-Emma-Verwüstungen: „Ich bin froh, dass ich in dieser Gemeinde lebe. Bitte, macht weiter so“.
Nach Breitband-Internet erkundigte sich Joachim Bördlein, weil neben ihm weitere Ortsbürger sehr schwache Internetverbindungen durch die Telekom bekämen. Dies werde in einer Gemeinderatssitzung zur Sprache kommen, erklärte der Bürgermeister.
Leonhard Friedrich bemängelte, dass in 60 Jahren kein Bürgermeister in der Lage war, ein Kriegerdenkmal zu errichten. Außerdem würde eine Tafel mit den Namen gefallener Soldaten in der Kirche fehlen.
Kirchenpfleger Otmar Haubenreich berichtete dazu, die Tafel sei seit Kirchenrenovierung in den siebziger Jahren nicht mehr da. Er fügte an, das sei vor seiner Amtszeit gewesen, aber im Feuerwehrhaus hänge ein Bild mit den Teilnehmern des ersten Weltkriegs und die Kriegervereinsfahne sei ebenfalls im Feuerwehrhaus hinter Glas. Robert Schemmel sieht es nicht als Aufgabe eines Bürgermeisters, ein Kriegerdenkmal zu errichten, sondern als Aufgabe einer Soldaten- und Reservistenkameradschaft, die in Lülsfeld aber nicht existiere. Der Bürgermeister sieht aber die Möglichkeit, die Namen der Gefallenen am Gedenkstein neben der Pfarrkirche anzubringen.
Beim Neubau der Kreisstraße nach Rimbach einen Radweg zu planen, schlug Otmar Haubenreich vor. Das wäre eventuell über das Leader-Plus- Nachfolgeprojekt möglich, meinte Robert Schemmel. Haubenreich hatte auch eine Idee, dem Ausbluten der Ortskerne entgegenzuwirken. Er erklärte: „Die sozialen Verhältnisse haben sich geändert. Eine Förderung für junge Familien wäre eine Alternative, eine Art betreutes Wohnen, bei dem sich jüngere Senioren um ältere Senioren kümmern, wäre eine weitere.“
Der Vorsitzende des Bundes Naturschutz der Ortsgruppe Lülsfeld, Josef Wiener, gab Auskunft, laut Revierförster Gerald Eser könne der Jungwald nur durch mehr Zäune von unten nachwachsen, weil in Lülsfeld zu viele große Löcher im Wald seien. Hierzu versprach der Bürgermeister, mit Stephan Thierfelder vom Amt für Landwirtschaft und Forsten Kontakt aufzunehmen.

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