LÜLSFLED (ra) Bürgermeister Robert Schemmel gab in den Bürgerversammlungen in Schallfeld und Lülsfeld einen umfangreichen Rückblick über die Tätigkeit der Ortsverantwortlichen. Zur Sanierung der Kläranlage in Schallfeld, deren Kosten von 570 000 Euro voraussichtlich mit 45 000 Euro bezuschusst werden, meinte er: „Es werden bei der Endabrechnung auf die Bürger keine Nachzahlungen mehr zukommen, sondern eher umgekehrt.“
Die Kosten für den Bau des Leichenhauses in Lülsfeld mit Parkplätzen, Außenanlagen und Glockenturm bezifferte der Bürgermeister auf 201 000 Euro. Die Ausgaben für die Glocke und den Turm seien fast komplett durch Spenden abgedeckt.
Auf die Sanierung des Pfarrheims in Schallfeld mit bisherigen Kosten von 48 000 Euro ging der Bürgermeister ebenso ein wie auf den Baubeginn für den Spielgarten in Schallfeld mit freiwilligen Helfern. Das wertvolle Schriftgut, das auf dem Dachboden des Pfarrheims gefunden wurde, werde dem Gemeindearchiv zugefügt, ergänzte Schemmel.
Als dringend notwendig bezeichnete der Bürgermeister die Anschaffung der Pumpen für die Feuerwehren beider Ortsteile. In diesem Zusammenhang gab Schemmel erfreut Auskunft, dass sich in Schallfeld mit Norbert Sahlmüller und Michael Kundmüller zwei neue Kommandanten gefunden haben. In Lülsfeld habe der Generationswechsel bereits vorher problemlos geklappt. Alexander Hartmann und Ulrich Schemmel stellten sich zur Verfügung. Weiter sprach Robert Schemmel von 8000 Quadratmetern Grunderwerb in Lülsfeld und von 12 000 Quadratmetern in Schallfeld, wodurch in Lülsfeld 20 und in Schallfeld 12 teilweise erschlossene Bauplätze zur Verfügung stehen.
In Bezug auf die Gemeinde-Verschuldung sagte Robert Schemmel: „Wenn ich den Wert der Grundstücke, die in Gemeindebesitz sind, rechne, sind die Schulden der Gemeinde damit abgedeckt.“
Den „Fall“ des Funkmastes durch den Rückzug der Funkmast AG erwähnte er weiter ebenso wie auch die Schlammräumung an der Schallfelder Kläranlage. 124 Kinder hatten im vergangenen Jahr an den vier Tagen des Ferienspaß-Programms teilgenommen, so eine weitere Information des Bürgermeisters. Über die Einführung der blauen Tonne und den Wegfall der Papiercontainer gab er genauso Auskunft wie die Unterschriftenaktion gegen freilaufende Hunde in Schallfeld, durch die das leidige Problem gelöst scheint.
Im Ausblick auf das Jahr 2008 und auf die Aufgaben des neuen Ratgremiums nannte Schemmel die Fertigstellung des Spielgartens in Schallfeld, den Neubau der Kreisstraße Lülsfeld-Rimbach, die Planung der Kreisstraße Schallfeld-Gerolzhofen mit Bau eines Radweges sowie die Erneuerung der Wasserversorgung in Schallfeld. Beim Bau der Straße nach Rimbach werde sich die Gemeinde mit notwendigen Reparaturen einklinken. Beim Radweg nach Gerolzhofen sei das „grüne Licht“ von Gemeindeseite für die Alternative östlich der Kreisstraße gegeben.
Als künftige Projekte sieht Schemmel den Bau eines Radwegs von Lülsfeld nach Schallfeld, einen neuen Flächennutzungsplan und vor allem die Erhaltung der Ortskerne, die wegen fehlender Bewohner auszubluten drohen.
Der scheidende Bürgermeister erinnerte auch an die Schwerpunkte der beiden letzten Wahlperioden. So griff er die Schaffung des neuen Rathauses, der beiden Feuerwehrhäuser und des Bauhofs auf sowie die Renovierung des Kindergartens oder die Zuschüsse für Renovierung der Kirchen, für die Sportvereine und die Feuerwehren.

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