LÜLSFELD (ra) Einstimmig beschloss der Lülsfelder Gemeinderat in seiner jüngsten Sitzung den Haushaltsplan für 2008, den Manfred Kraus von der Verwaltungsgemeinschaft Gerolzhofen ausgearbeitet hatte.

Im Vorfeld hatte Bürgermeister Robert Schemmel mit dem Gemeinderat die entscheidenden Punkte vorgegeben. Der Plan schließt im Verwaltungshaushalt in den Einnahmen und Ausgaben jeweils mit 954 000 Euro ab, das bedeutet eine Erhöhung um 111 000 Euro gegenüber 2007. Im Vermögenshaushalt sind es in den Einnahmen und Ausgaben jeweils nur 287 000 Euro. Der Gesamthaushalt hat somit ein Volumen von 1,241 Millionen Euro.

Bei den Einnahmen im Verwaltungshaushalt liegt die Einkommensteuer mit 261 000 Euro vor den Schlüsselzuweisungen mit 161 000 und der Gewerbesteuer mit 110 000 Euro. Bei den Ausgaben im Verwaltungshaushalt führt die Zuführung an den Vermögenshaushalt in Höhe von 213 000 Euro vor der Kreisumlage mit 194 000 Euro, den Personalausgaben mit 70 000 Euro und der Verwaltungsgemeinschaftsumlage mit 65 000 Euro.

Im Vermögenshaushalt tauchen bei den Einnahmen die 213 000 Euro vom Verwaltungshaushalt wieder an der Spitze auf, gefolgt von 33 000 Euro Erlös aus dem Grundverkauf und von 21 000 Euro Zuschüssen vom Land Bayern.

Demgegenüber stehen die Hauptausgaben im Vermögenshaushalt mit 136 000 Euro als Rücklagenzuführung, 38 000 Euro für Tiefbaumaßnahmen und jeweils 23 000 Euro für Grundstückserwerb und Tilgung.

Im Investitionsplan stehen für den Spielplatz in Schallfeld insgesamt 25 000 Euro zur Verfügung. Der Investitionsbereich enthält auch jeweils 20 000 Euro für Grunderwerbe sowie Radwege- und Wohnungsbau.

Die Steuersätze belässt die Gemeinde bei der Grundsteuer A bei 350, bei der Grundsteuer B bei 310 und bei der Gewerbesteuer bei 350 Prozentpunkten.

Die Gemeinde kann 213 000 Euro erwirtschaften, falls der Haushalt in der vorgelegten Form eingehalten wird. Nach Abzug der vertraglichen 23 000 Euro Tilgungsleistungen blieben dann noch 190 000 Euro für Investitionen.

Die Pro-Kopf-Verschuldung würde am 31. Dezember 2008 bei 404,6 Euro liegen, das sind bei 811 Einwohnern insgesamt 328 130 Euro. „Damit ist Lülsfeld weit vom Landesdurchschnitt vergleichbarer Gemeinden im positiven Sinne entfernt“, sagte Manfred Kraus und verwies auf eine Pro-Kopf-Verschuldung von 641 Euro, die landesmäßig bereits 2006 Bestand hatte. Gleichzeitig nannte er für die Gemeinde noch eine Rücklage von 136000 Euro zum Ende 2008.

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