LÜLSFELD (ra) „Lülsfeld Helau“ schallte es bei den gemeinsamen bunten Abenden des Frauenbundes und des SV Germania Lülsfelds immer wieder durch das Gemeinschaftshaus. War die erste Veranstaltung noch eine bessere Generalprobe, so sorgten bei der zweiten die mehr als 40 Akteure für Hochstimmung. Bei 18 Programmpunkten sowie flotten Sprüchen und Witzen des Moderatorenteams „Die drei lächerlichen Zwei“ (Thomas Burger, Oliver Hermann und Werner Laufer) wurde es den Zuschauern nie langweilig.

In dem Sketch „Ein dringender Fall“ hatte Hedwig Dumbsky mehr ein dringendes Bedürfnis, doch die Beamtin Kristin Kaiser war nicht aus der Ruhe zu bringen. Vor den Schuldirektor Wolfgang Anger wurde der Schülerlotse Markus Anger zitiert, weil er in Uniform Schüler und sogar Erwachsene mit Bußgeld belegt hatte. Eine Einigung kam über die Gewinnteilung zu Stande.

Sehr mutig und ohne Angst vor wilden Tieren zeigte sich Vater Sebastian Kaiser. Sein „Sohn“ (Tamara Kaiser) stellte aber bald fest: „Also hast du nur vor der Mama Angst.“

Im Wartezimmer einer Stadtpraxis begegnet die Frau Bürgermeister (Elke Roth) der hochnäsigen Dame (Anna Lurz), deren Mann „etwas Höheres“ ist. Das wird bestätigt. Der Mann ist Kirchturmspitzenvergolder.

In der Baby-Krabbelgruppe waren nur die zwei Mädchen Anne Hüttner und Ruth Zink, denen das Bübchen Johannes Hüttner von seinen neuen Windeln, die drei Flaschen durchhalten, erzählt. Vor der U 5 hat er aber doch Windelflattern, auch wenn die Mädchen feststellen: „Wie man seine 'Alten' zieht, so hat man sie.“ Beim Kuchenbacken streng nach Backbuch darf Werner Laufer so viel von der Zutat Whiskey trinken, dass er später eine Tasse und eine „Simone“ in den Rührtopf und diesen aus dem Fenster wirft.

Eine perfekte Interpretation des „Regenschirmspiels“ schob Wolfgang Anger mit Gesang los. Unterstützt wurde er von seinen Söhnen Benjamin als Polizist und als „von allen Seiten gleiche“ Tante sowie von Markus als „Freundin“. Die Telefongebühren wollte Frau Muffig (Anette Abendroth) von Fatima Putzkübülü (Margit Finster) eintreiben. Doch diese hat angeblich weder nach Australien noch in den Himmel tefoniert.

Nur eine Frau im Achtfamilienhaus betrügt ihren Mann nicht, stellt Claudia Laufer fest, als sie von ihrer Kur zu ihrem Strohwitwer Werner Laufer zurückkommt. Dass sie diese einzige Frau auch nicht ist, verrät sie versehentlich. Aber ihr Ehemann hatte in den vier Wochen nicht nur alle Hände voll zu tun.

„Der Bremsweg ist die Zeit vom Erschrecken bis es knallt“, stellten die Dorftratschen Burgl und Lodde alias Anette Abendroth und Thea Kaiser fest. Burgl las auch aus dem Aufsatz ihres Sohnes vor, dass dessen Großmutter ihm einen Kanarienvogel geboren hat. Warum sich Bürgermeister Robert Schemmel nicht mehr aufstellen lässt, bekamen sie aber nicht heraus.

Als Ballettmaus berichtete Edith Schoder in der Bütt mit viel Akrobatik über den Ballettunterricht, den Schauspieler und Büttenredner zu absolvieren haben. Sie hatte größte Schwierigkeiten, Ballettkleidung zu bekommen, aber dafür bleibt ihr individuell freigestellt, wie sie auf die Schnauze fällt.

Der „rote Hai“ Reinhold Anger gab Auskunft, dass der neue Stoiber jetzt Beckstein heißt und bei seinem Chinabesuch auf dem Pekinger Flughafen verkündet hat: „Ich bin ein Pekinese“. Zum Doping meinte der Hai: „Bei den Lülsfelder Radfahrern ist das nur eine Kettenreaktion. Bei denen gibt es kein böses Blut.“

Edith Schoder war als Urlauberin vom Lande in Spanien. Neben Pleiten, Pech und Pannen hat sie im Flugzeug das Fenster aufgemacht. Kurz vor dem Absturz ist sie mit ihrem Mann und Fallschirm genau im Misthaufen eines Lülsfelder Landwirts gelandet und hat begeistert festgestellt: „Am schönsten ist's zu Hause.

Unterbrochen und umrahmt wurde das Sketch- und Büttenredenprogramm von Tanzeinlagen. So wirbelten die Kleinsten als Pinguine über die Bühne. Bei den Super Loofers, die mit drei Damen, drei Herren und zwei Andersgläubigen auf die Bühne kamen, verkörperte jeder einen anderen Kleidungs- und Musikstil. Die Lülsfelder Superweiber traten einmal als Ski- und Apres-Skifahrerinnen auf. Beim zweiten Auftritt als kompletter Pflaumenbaum waren aber nur ihre blauen Köpfe und ihre zarten Bäuchlein zu sehen.

Die beiden Techniker Thomas Hermann und Norbert Wiener sorgten als Clowns für Ordnung und den Umbau auf der Bühne.

Mitwirkende:
Die „Pingis“: Christian Baumann, Andreas Friedrich, Kathrin Hauck, Noah Roggenbuck, Anna und Simon Schätzlein. Trainerin Thea Kaiser.
Die „Super Loofers“: Steffi Fick, Marlene John, Conny Roth, Benjamin und Markus Anger, Sebastian Heilmann und Julian Hermann.
Die „Super Weiber“: Margit Finster, Doris Hermann, Anne Hüttner, Thea Kaiser, Anna Lurz, Elisabeth Oeser, Elke Roth, Michaela Strasser.
Das Männerballett: Benjamin Anger, Roland Bauer, Thomas Burger, Oliver Hermann, Werner Laufer, Johannes Lenhard, Ernst Schneider. Trainerin: Susi Förster.
Bütten: Edith Schoder, Reinhold Anger.
Die Dorftratschen Lotte und Burgl: Anette Abendroth und Thea Kaiser.
Sketche: Anette Abendroth, Benjamin, Markus und Wolfgang Anger, Hedwig Dumbsky, Margit Finster, Anne und Johannes Hüttner, Kristin, Sebastian und Tamara Kaiser, Claudia und Werner Laufer, Anna Lurz, Elke Roth, Ruth Zink.
Bühnenbild: Herta Finster, Renate Hermann.
Technik: Thomas Hermann, Norbert Wiener.
Musik: Wolfgang Böhnlein.
Moderation: Thomas Burger, Oliver Hermann, Werner Laufer.
Gesamtleitung: Edith Schoder.


Foto: Die Akteure der „Super Loofers“ verkörperten bei ihren Tanzeinlagen im Gemeinschaftshaus in Lülsfeld jede oder jeder einen anderen Kleidungs- und Musikstil. Foto: Reinhold Anger

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