LÜLSFELD (ra) Große Erfolge feierte die Theatergruppe des SV Germania Lülsfeld bei ihren fünf Aufführungen der Verwechslungskomödie „Kennen Sie Herrn Large Mother“ von Wolfgang Bräutigam auf der Bühne des Gemeinschaftshauses.

Begeisterte Zuschauer von Stuttgart bis Schweinfurt, von Würzburg bis Ebrach, spendeten minutenlangen Schlussapplaus. Die Reaktionen des Publikums waren durchwegs positiv: „Bei euch ist alles perfekt, von der Besetzung der Rollen bis zur Ausarbeitung der Szenen, von der Technik bis zum Bühnenbild.“

Bei der Beantwortung der Frage „Wie lange habt ihr denn geprobt?“ mit der Antwort „Fast vier Monate zweimal in der Woche“ wurde den Gästen aber deutlich, dass sich hinter dem Erfolg harte Arbeit verbirgt.

Im Stück wollen die Gemeinderätin Marion Baum (Dorothea Hermann), der Gemeinderat Klaus Sumpf (Werner Laufer) und Bürgermeister Bernd Schlau (Wolfgang Anger) den Ort Lülsfeld bekannter machen. Sie möchten eine „Large Mother“-Aktion in Anlehnung an „Big Brother“ an die ARD oder an das ZDF verkaufen.

Um Geld bei der Produktion zu sparen, nehmen die Verantwortlichen das Haus des Bürgermeisters und lassen einen Bauzaun darum bauen. Die Ehefrauen Brigitte Schlau (Anette Abendroth) und Irene Sumpf (Gudrun Scheidler) schicken sie mit gefälschten Schreiben zur Kur, den Opa Schlau (Alfons Friedrich) mit der gleichen Weise zum Veteranentreffen. Fatima Putzkübülü (Margit Finster), die neue Putzfrau, bekommt bezahlten Urlaub. Die Gegenbewegung, die um die Moral in der Gemeinde besorgt, ist meldet den Messner Dietmar Frohmeier (Otmar Haubenreich) für die Wohngemeinschaft an. Auch Medizinstudentin Carola Huber (Sandra Hermann) und Chemiestudent Manfred Stöckl (Benjamin Anger) sind mit ihrer Bewerbung erfolgreich.

Damit Bernd Schlau nicht erkannt wird, verkleidet er sich als attraktive Blondine. Der Chemiestudent will seiner Freundin eine Vorführung als Fakir geben und wird für einen Flaschengeist gehalten. Die beiden Frauen und der Opa kehren vorzeitig zurück und kommen wie die Putzfrau, an den betrunkenen Bewachern von der Feuerwehr vorbei, ins Haus. Das Durcheinander wird perfekt, nachdem die Vorräte verschwunden sind, die einzige Verbindung zur Außenwelt, das Telefonkabel, entfernt wird und niemand mehr das Grundstück verlassen kann.

Ständig gab es von den Zuschauern Szenenapplaus, aber nicht nur wegen der Sprüche, der Mimik und der Gestik der Akteure, sondern auch wegen deren blitzschnellen Auftritten oder Abgängen. Ab und an kamen die Theaterbesucher aber vor lauter Lachen oder weil sie meinten, sie würden einen weiteren Spruch verpassen, nicht zum Klatschen.

Wie immer wird die Gruppe, die in wechselnden Besetzungen seit über 25 Jahren besteht und auch in diesem Jahr wieder einen Neuling hatte, einen Teil der Einnahmen für einen gemeinnützigen Zweck spenden.

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