LÜLSFELD (lr) Trotz des in diesem Jahr erneut gestiegenen Preises für Heizöl und Erdgas blieb der Brennholzpreis in der Gemeinde Lülsfeld im Vergleich zum letzten Jahr konstant. Am Gemeindeholzstrich nahmen in Lülsfeld 24 und in Schallfeld 34 Gemeindebürger teil und zwar an der Asthaufen- und Polterholzversteigerung.

Bei einer Temperatur von zwei Grad Celsius kam auch Bürgermeister Robert Schemmel als Versteigerungsleiter nicht ins Schwitzen, denn die Preise des Gemeindeholzes lagen auf dem Niveau des vergangenen Jahres und die Gebote kamen .wie erwartet zügig. Der Durchschnittspreis für 17 Asthaufen in Lülsfeld und 51 in Schallfeld lag je Ster bei 16,50 Euro und für 58 Ster Polterholz in Lülsfeld und 75 in Schallfeld bei 42 Euro.

Polterholz sind nicht zersägte Stämme und Äste und nicht aufgesetztes Holz, also „Brennholz in langer Form“. Versteigerer Bürgermeister Robert Schemmel zeigte sich sehr erfreut, dass das gesamte Holz Abnehmer fand und die Gemeindekasse so um rund 3800 Euro aufgebessert werden konnte. Der Aufwurfpreis für Asthaufen lag bei 10 Euro pro Ster und für Polterholz (Eichen, Buchen, Espen und Kirschen) bei 30 Euro.

Der zuständige Förster Gerald Eser war ebenfalls anwesend und erklärte, dass der Lülsfelder Wald jetzt mit Rückegassen erschlossen sei und im Schallfelder Wald die zweite Hälfte der Transportwege in den nächsten drei Jahren fertig gestellt werden wird.

Eser informierte auch, dass das Holz ohne Maschinen zu den Abfahrtswegen transportiert werden musste, zum Beispiel mit einer Seilwinde am Schlepper oder per Hand – um den Waldboden einer nicht zu hohen Verdichtung auszusetzen. Die harte Arbeit des Holzsägens und -spaltens scheint die Ortsbürger bei einem Heizölpreis von derzeit 70 Cent pro Liter nicht abzuschrecken. Der äquivalente Heizwert von einem getrockneten Ster Eichenholz ist vergleichbar mit etwa 200 Litern Heizöl.

Vor allem Eichen-, Eschen-, aber auch Buchenstämme waren vom Gemeindearbeiter Hans Landauer und einigen Fachkräften in den vergangenen Wochen abgesägt worden.

Damit im Wald wieder Ruhe einkehrt und das Wild nicht verschreckt wird, soll das Holz bis März 2008 von den Käufern abgeholt werden.


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In Lülsfeld nahmen 24 und in Schallfeld 34 Gemeindebürger an der Asthaufen- und Polterholzversteigerung teil. Bürgermeister Robert Schemmel fungierte als Versteigerungsleiter. Die Preise des Gemeindeholzes lagen auf dem Niveau des vergangenen Jahres. Konkret wurde im Durchschnitt für Asthaufenholz je Ster 16,50 Euro und für Polterholz 42 Euro erzielt. Polterholz sind nicht zersägte Stämme und Äste, also nicht aufgesetztes Holz oder „Brennholz in langer Form“. Foto: Lothar Riedel

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