LÜLSFELD (RA) Ohne Gegenstimme verabschiedete der Gemeinderat den Haushaltsplan für 2007, den Manfred Kraus von der Verwaltungsgemeinschaft Gerolzhofen nach Absprache mit Bürgermeister Robert Schemmel ausgearbeitet und vorgetragen hatte.

Der Gesamthaushalt der Gemeinde beläuft sich auf in den Einnahmen und Ausgaben auf 1,033 Millionen Euro. Im Verwaltungshaushalt sind die Einnahmen und Ausgaben bei 843 000 Euro und im Vermögenshaushalt bei 190 000 Euro einkalkuliert.

Die Einnahmen im Verwaltungshaushalt werden von der Einkommensteuer mit 220 000 Euro angeführt, gefolgt von 115 000 Euro Gewerbesteuer und 108 000 Euro Schlüsselzuweisungen.
211 000 Euro Kreisumlage

Bei den Ausgaben liegt die Kreisumlage mit 211 000 Euro deutlich vor den Personalausgaben mit 69 000 und der Verwaltungsgemeinschaftsumlage mit 62 000 Euro. Dazu kommen 101 000 Euro Zuführungen an den Vermögenshaushalt. Dieser Betrag von 101 000 Euro dominiert die Einnahmen im Vermögenshaushalt vor dem möglichen Grundverkauf in Höhe von 63 000 Euro und den Zuschüssen vom Land in Höhe von 26 000 Euro.

Den Ausgabenbereich führen die Hochbaumaßnahmen mit 70 000 Euro vor den Tiefbaumaßnahmen mit 52 000 Euro und den Tilgungen mit 22 000 Euro an.

Falls der Haushalt in dieser Form eingehalten wird, wird dies gleichzeitig der Rücklagenstand am 31. Dezember 2007 sein. Der Schuldenstand der Gemeinde wird sich deshalb voraussichtlich auf 343 212 Euro vermindern. Das entspricht bei 810 Einwohnern einer Verschuldung von 424 Euro pro Kopf. Vergleichbare Gemeinden lagen schon 2005 im Landesdurchschnitt bei 652 Euro pro Kopf.

Von den 101 000 Euro geplanter Erwirtschaftung gehen die 22 000 Euro an vertraglichen Tilgungsleistungen weg und es bleiben noch 79 000 Euro für Investitionen.
Steuersätze unverändert

Mit dem Haushaltsplan legte das Ratsgremium auch die Steuerhebesätze fest. Die Grundsteuer A bleibt bei 350 Prozentpunkten, die Grundsteuer B bei 310 und die Gewerbesteuer wieder bei 350 Prozentpunkten.

Kämmerer Manfred Kraus berichtete, der Haushalt 2006 sei im großen und ganzen entsprechend der Planung vollzogen worden. Das positive Ergebnis bei den Abwassergebühren beider Ortsteile sei ein kleines Polster für mögliche Ausbesserungsarbeiten im Kanalbereich. Bei den Wassergebühren, so Kraus, sei der Fehlbetrag der Vorjahre durch die letzte Anpassung aufgefangen worden, ergänzte er. Im Ausgabenbereich für 2007 hat die Gemeinde die restlichen 60 000 Euro für den Leichenhausbau und den Parkplatz am Friedhof vorgesehen. Für die Abwasserkanäle in Lülsfeld und Schallfeld sind 18 000 Euro eingeplant, für die weitere Erschließung des Baugebietes „Mühlweg II“ in Schallfeld weitere 34 000 Euro und für Spielplätze 15 000 Euro.

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