Beim FC Schallfeld gab es einen lustigen und unterhaltsamen Abend mit dem Mundartdichter Wilhelm Wolpert aus Haßfurt. Die stattliche Anzahl von 68 Zuhörern fand sich am Samstagabend, dem 02.04.2005, im Sportheim des FC-Schallfeld ein, um einen „facettenreichen“ Heimatabend zu genießen.
Der 68–jährige Franke aus Hassfurt war schon immer seiner Heimat, deren Menschen und Eigenarten und vor allem der fränkischen Sprache sehr verbunden. Der gelernte Kaufmann war im Aussenhandel beschäftigt, kam dadurch mit vielen Menschen zusammen und schaute diesen dabei gezielt aufs „Maul“. Da seine Ehefrau aus Hamburg stammt, wuchsen seine drei Kinder „zweisprachig“ auf und auch er musste sich manchmal der neuen deutschen Schreibsprache anpassen, sagt der Mundartdichter.

Bereits seit 1957 steht er auf der Bühne, wo Wolpert Selbstgeschriebenes musikalisch und gelesen vorträgt. Seit 1969 bis 2000 gestaltete er mit dem Hasenterzett auch zahlreiche fränkische Faschingsfeste und Bühnenauftritte mit. Seine inzwischen zehn erschienenen Büchlein sind alle in einer leicht lesbaren ostunterfränkischen Mundart geschrieben. Zudem hat der redselige Autor auch einige satirische, freche und witzige Theaterstücke verfasst, die in Franken und Baden–Württemberg aufgeführt wurden und werden.

In seinem neuesten Buch vom September 2004 „Der kranke Franke“ löst er die aktuellen gesundheitspolitischen Probleme mit dem Ratschlag, sich einfach gesund zu lachen. Wolperts Texte beinhalten eine feine und genaue Beobachtungsgabe wenn er von den kleinen und großen Schwächen seiner Mitmenschen erzählt, das männliche und weibliche Geschlecht auf den Arm nimmt und Vereinsmeier, Liebhaber und manchmal auch einen Geistlichen und auch seine Gläubigen verbal karikiert.
Beschwert hat sich bis heute noch keiner, nur herzlich gelacht haben sie“, sagt Wilhelm Wolpert, der sich selber dazuzählt, zu den (für kleine Sünden) so anfälligen, strauchelnden aber auch ehrlichen und aufrechten Franken. „Sie haben so liebenswerte Eigenheiten und Schwächen, dass man einfach darüber schreiben muߓ.

„Der fränkische Moo“, „A fränkischa Fraa“ oder „Haut ab! Des iss unner Feuer!“ das sind nur einige Titel von Büchern, die Wilhelm Wolpert in den letzten Jahren veröffentlicht hat und mit denen er bis heute großen Erfolg nachweisen kann.
Nach eineinhalb Stunden Unterhaltung stellte der Mundartdichter fest, das die Schalllfelder Zuhörer ein begeistertes Publikum waren und seine Pointen reaktionsschnell erfassten. Der gekonnte Vortrag der Texte in Wort und Melodie, garantierte einen gelungenen und amüsanten Heimatabend beim FC-Schallfeld.
FNr.:7334+7335, Lothar Riedel

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