„Wir brauchen keine Kristallkugel, um zu erkennen, dass 2004 weitere Reformen in unserem Gesellschaftssystem nötig wären“, sagte Bürgermeister Robert Schemmel in der Bürgerversammlung im Gemeinschaftshaus vor seinem umfangreichen Tätigkeitsbericht über das Jahr 2003.

Die Kommunen bekommen immer mehr Aufgaben, die mit eigenen finanziellen Mitteln bestritten werden sollen, dabei sind wir auf ehrenamtliches Engagement angewiesen, führte er weiter aus.

In seinen Rückblick erinnerte er an 12 Sitzungen des Gemeinderates mit 106 Tagesordnungspunkten, von denen 37 im nichtöffentlichen Teil waren. Als Hauptthemen nannte er die Sanierung der Kläranlage in Schallfeld mit geschätzten Kosten in Höhe von 531.000 Euro, die Teilbereicherschließung des Mühlwegs in Schallfeld für zirka 155.000 Euro, das Baugebiet „Schleifweg“ in Lülsfeld mit Erschließungskosten von 263.000 Euro sowie den Waldwegebau in Schallfeld für 43.800 Euro, der mit 18.900 Euro bezuschusst und wobei ein Holzerlös von 12.000 Euro erzielt wurde.

Weiter ging er auf den Kauf des Bauhoffahrzeugs von der Unterfränkischen Überlandzentrale, die Beleuchtung des Radweges zum Sportplatz in Lülsfeld, das neue Buswartehäuschen in Lülsfeld, die Ablösung des Wohnrechts für das Pfarrhaus in Schallfeld und die Bewerbung beim „Leader plus“ ein.

Die Innensanierung der Kirche in Schallfeld, für welche die Gemeinde 52.000 Euro Zuschuss gegeben hat, führte er ebenso an wie 35 Prozent Zuschuss für die Dachsanierung des Lülsfelder Pfarrhauses, den Zuschuss für die Schallfelder Jagdgenossen zum Wegebau, die Zuschüsse für die Sportvereine und die Übernahme der Versicherung für die Faschingsumzüge.

Im kulturellen Bereich ging er auf die Feier zum 25.jährigen Bestehen der Gemeinde Lülsfeld – Schallfeld am 1. Mai 2003, auf die Anschaffung der neuen Westen für die Musikkapelle Lülsfeld und auf den Neujahrsempfang ein.

Die Sanierung der Schallfelder Kläranlage, die Teilerschließung des Baugebietes „Mühlweg“ in Schallfeld oder die Kanalsanierung wegen des hohen Fremdwasseranteils in Lülsfeld sieht er als wichtigste Aufgaben im Jahr 2004 an. Weiter soll 2004 das Wohnrecht für den Geistlichen im Schallfelder Pfarrhaus sowie die Abwassergebühr anhand des Untermerzbacher Urteils geklärt werden.

Bürgermeister Schemmel wies auf den Siebenertag in Schallfeld am 8. Mai 2004 hin. Zudem gab er Auskunft, dass Gemeindefahnen, sowie die vier verschiedenen Lülsfeld - Bücher, Briefkarten und auch vier Ster Holz aus dem Lülsfelder Wald für 100 Euro erworben werden können.

Er bat die Bürger, die Gemeindebücherei zu nutzen, das Amtsblatt zu lesen, Friedhöfe, Grünanlagen, Containerplätze, Feldwege, Straßen und den Häckselplatz sauber zu halten. Er sprach auch das leidige Thema Hundekot, besonders auf den Spielplätzen an und dass der Umbau von Wasserleitungen und der Austausch von Wasseruhren möglichst nicht am Wochenende erfolgen sollte.

Abschließend sagte das Ortsoberhaupt allen ehrenamtlich Tätigen und Helfern in Gemeinde, in Vereinen und Verbänden Dank und ermunterte sie, das in der Vergangenheit geschaffene nicht als Sofa zum Ausruhen zu sehen, sondern als Sprungbrett für weiteren Tatendrang.



Foto: Reinhold Anger

Mit die meisten Kosten im Lülsfelder Gemeindehaushalt 2003 verursachte die Erschließung des Baugebietes „Schleifweg“ in Lülsfeld.


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